Ortrud Stegner fotografierte Bewohner des sozialpsychiatrischen Wohnheims

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Gute Laune während der Ausstellung: Pfarrer Dr. Ulrich Bock, Karl-Heinz Eckerle, Ortrud Stegner, Annemarie Fießler und Friedgard Trosse (von links) bei der Eröffnung.

Fritzlar. Eine ungewöhnliche Fotoausstellung ist zurzeit in der evangelischen Stadtkirche in Fritzlar zu sehen. Die Fotografin Ortrud Stegner aus Fritzlar hat ein halbes Jahr lang Bewohner des sozialpsychiatrischen Wohnheims begleitet und fotografiert.

Am Sonntag wurde nach einem Gottesdienst mit Pfarrer Dr. Ulrich Bock die Ausstellung eröffnet. Wie die Leiterin der Wohngruppe im Steinweg, Annemarie Fießler, sagte, lernte sie Ortrud Stegner bei einem Gemeindefest im vergangenen Jahr kennen. Da bot die Fotografin einen Workshop im Wohnheim an.

Zu schade fürs Kämmerlein

Als Annemarie Fießler dann die ersten Fotos sah, war sie so begeistert, dass sie eine Ausstellung anstrebte. „Die Fotos sind nämlich viel zu schade für das Kämmerlein“, sagte die Wohngruppenleiterin. Sechs Monate lang wurden im Wohnheim und in der Stadt die Fotos gemacht. Dabei konnten sich die Models selbst aussuchen, wo sie abgelichtet werden möchten.

Die Ergebnisse sind beeindruckend. Das Leuchten in den Augen der Männer und Frauen zeigt aber auch, dass ihnen die Shootings viel Spaß gemacht haben. So setzte sich Annemarie Fießler mit Pfarrer Dr. Ulrich Bock und dem Kirchenvorstand in Verbindung und trug ihren Wunsch nach einer Ausstellung in der Stadtkirche vor.

Vier Wochen lang

Nach der spontanen Zusage wurde die Ausstellung am Wochenende in die Tat umgesetzt. Vier Wochen lang sind die Fotos während der üblichen Kirchenöffnungszeiten zu sehen. Während die Ausstellung noch läuft, beginnen bei den Bewohnern vom sozialpsychiatrischen Wohnheim bereits die Vorbereitungen für das jährliche Krippenspiel.

Das findet am Mittwoch, 14. Dezember, um 16 Uhr in der evangelischen Stadtkirche statt. (zzp)

Quelle: HNA

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