Die Reformation soll Homberg beleben

Homberg. Geht es um das Thema Reformation, dann fallen schnell Ortsnamen wie Eisenach und Wittenberg. Künftig will auch die Stadt Homberg in einer Liga mit diesen Reformationsstädten spielen.

Erste Ideen, wie man das schaffen will, hat eine Arbeitsgruppe bereits entwickelt: Von einem Haus der Reformation - einer Art multimedialem Informationszentrum -, über einen Wanderpfad der Reformation bis hin zu einem Schauspiel. Das seien nur ein paar Beispiele dafür, was möglich ist, sagt Hombergs Bürgermeister Martin Wagner. „Über Homberg kam die Reformation nach Hessen“, fügt er an. „Durch sie wurde Hessen protestantisch“, erklärt Historiker Dr. Dirk Klaus Richhardt. Die Stadt habe ein Alleinstellunsmerkmal, fügt Meik Ebert vom Stadtmarketing an.

Die Stadt könne durch ein Haus der Reformation zu einem außerschulischen Lernort werden. „Es soll kein Museum sein und darf ruhig blinken und tuten“, sagt Dr. Richhardt. Wissenschaftlich gehe man an das Thema heran und präsentiere es zugleich auch niederschwellig.

„Es gibt jährlich 2000 Konfirmanden, sie gehören ebenso zu unserer Zielgruppe, wie Kirchen, Schulen, Touristen und Wissenschaftler“, sagt Wagner. „Der Zugang zu den Ereignissen, die von Homberg in die Welt gingen, soll auf den verschiedensten Ebenen möglich sein.“ Homberg sei ein ebenso bedeutender Ort wie Wittenberg. „Doch hier passiert fast nichts“, sagt Dr. Richhardt.

Das soll sich ändern: Im Januar wird ein Förderverein Haus der Reformation gegründet und man werde sich um Fördergeld bemühen. 5 Mio. Euro seien in einem Topf vom Bund. Daraus erhoffe man sich eine große Portion. Auch die Stadt werde Geld in die Hand nehmen müssen, sagt Wagner. Eine Summe könne er noch nicht nennen. Durch steigende Besucherzahlen und eine Belebung der Stadt hoffe man diesen Einsatz auszugleichen.

Quelle: HNA

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