Regen und Kälte vermiesen den Schwimmbädern die Bilanz

Schwalm-Eder. Deutlich weniger Badegäste als im Vorjahr verzeichnen die Städte im Schwalm-Eder-Kreis für Mai, Juni und Juli. Das wird sich auch bei den kommunalen Haushalten bemerkbar machen, zumal Schwimmbäder immer ein Zuschussgeschäft sind.

Selbst ein warmer und sonniger August wird die Bilanz nicht mehr verbessern, da die meisten Freibäder im Laufe des September schließen werden, je nach Witterung früher oder später als der anvisierte Termin.

Am deutlichsten vermiest das Juli-Wetter die Bilanzen. Zählte das Melsunger Waldschwimmbad vergangenen Jahr fast 27.000 Besucher, so waren es in diesem Juli gerade einmal 7500 Gäste, die eine Tageskarte kauften und im 24 Grad warmen Wasser ihre Bahnen zogen.

Im Erlebnisbad Fritzlar sieht es ähnlich aus: 15.900 zahlende Schwimmer im Vorjahresmonat und 3600 im vergangenen Juli. Dabei ist die Wassertemperatur mit 26 Grad recht warm. Gerhard Schütt von der Stadtverwaltung: „Wir brauchen die Temperatur wegen der Frühschwimmer.“ Bei sehr schlechtem Wetter wurde auch mal über Mittag geschlossen. Zeiten wurden auch in Homberg reduziert, auch das Bad ganz geschlossen, sobald die regelmäßig kommenden Frühschwimmer das Bad verlassen hatten. Die Mitarbeiter würden dann andere Arbeiten erledigen, sagt Bauamtsleiter Heinz Ziegler. Zwischen Mai und Juli waren 13.600 Badegäste gekommen, etwa die Hälfte weniger als im Vorjahr.

Weil Frühschwimmer bei Wind und Wetter kommen und meist Dauerkarten haben, fallen sie auch in Ziegenhain aus der Statistik. Dort wurden seit Mai 4800 Tageskarten verkauft, fast dreimal so viele im Vorjahr, obwohl das Bad nach einer großen Sanierung erst im Juni geöffnet wurde, sagt Petra Ulbrich.

Quelle: HNA

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