Gemüse häufig aus heimischem Anbau

Regionale Produzenten beliefern die großen Supermarkt-Ketten

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Frisch geerntet und gleich verladen: Landwirt Heiko Martin mit seinem Blumenkohl vor einem der Erntewagen. Martin baut auf 100 Hektar Fläche Gemüse an, ausschließlich für die Lebensmittel-Supermarktkette von Edeka.

Schwalm-Eder. Der frische Salat, die Rote Bete und der Blumenkohl im Gemüse-Regal vieler Lebensmittel-Supermärkte in der Region stammen aus heimischer Produktion. Das ist häufig nicht bekannt, denn sie werden nur in wenigen Fällen auch als regionale Produkte mit Angabe des Lieferanten gekennzeichnet.

Der Anbau von Gemüse, bisher außer bei Kohl für Hengstenberg keine Domäne nordhessischer Bauern, hat sich für einige Betriebe inzwischen zu einem durchaus attraktiven Geschäftsfeld entwickelt. Voraussetzung: Sie arbeiten mit einem großen Vermarkter wie Edeka oder Rewe zusammen.

Sein Sortiment nach und nach ausgeweitet hat zum Beispiel Heiko Martin aus Felsberg-Lohre. Er beliefert die Edeka-Hessenring in Melsungen seit vielen Jahren mit seinem Gemüse, das er auf den Feldern rund um Felsberg und Wabern anbaut. Er macht darauf auch auf seinen eigenen Lkw aufmerksam.

„Wir kooperieren mit einer Vielzahl regionaler Produzenten“, sagt Edeka-Geschäftsführer Hans-Richard Schneeweiß und betont, dass das Gemüse aus Nordhessen qualitativ und preislich konkurrenzfähig sei.

Wie groß der Anteil regionaler Kohl- und Salatköpfe in den Regalen der Edeka-Märkte ist, konnte Schneeweiß nicht sagen. Allerdings müsse garantiert sein, dass der Landwirt eine bestimmte Menge liefern könne: „Mit nur zehn Kisten ist uns nicht gedient.“ Aus den drei großen Lagern in Melsungen, Straußfurt/Thüringen und Großen-Buseck beliefert die Edeka-Hessenring Märkte von Einbeck bis Gießen, von Ostwestfalen bis Fulda und Nordhausen.

Die Betonung der regionalen Herkunft von Lebensmitteln hält Schneeweiß für einen Modetrend. Letztlich entscheide doch der Preis, ob die Ware gekauft werde, sagte er. Die Edeka überlasse es jedoch den Kaufleuten, direkt Produkte aus der Region in ihren Läden zu vermarkten.

Von Ulrike Lange-Michael 

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Quelle: HNA

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