Reine Luft statt Keime im neuen OP der Asklepios-Klinik in Melsungen

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Frische Luft von oben: von links Chefarzt Dr. Günter Aurand (Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie), OP-Schwester Rita Reich, OP-Schwester Silke Gerlach, Anästhesie-Schwester Jutta Kaiser, auf dem OP-Tisch für das Demonstrationsfoto Andreas Pfarr (Anästhesie-Leiter für die drei Asklepios-Kliniken im Kreis und für Melsungen stellvertretender OP-Leiter). Foto:  Müller-Neumann

Melsungen. Reinraum Klasse eins: Die höchste Hygienestufe erfüllt der neue Operationssaal der Asklepios-Klinik in Melsungen. Eine spezielle Lüftung sorgt dafür, dass sogar die Luft fast keimfrei ist.  

Mit dem neuen Operationssal erfüllt die Asklepios-Klinik in Melsungen dafür nun die Voraussetzungen. Ein auf 50 Quadratmeter vergrößerter Raum, kein Fenster mehr, dafür hellbeige Fliesen an den Wänden, ein mittelblauer Boden aus Kautschuk gegen statische Aufladungen. Doch all das, was auf den ersten Blick auffällt, ist nicht entscheidend.

Das Geheimnis für den besonders sterilen Raum liegt in seiner technischen Ausstattung. Und dabei geht es insbesondere um die Luft. Chefarzt Dr. Günter Aurand, Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie: „Entscheidend ist die Lüftungstechnik, die für keim- und partikelarme Luft sorgt.“

Dafür wurde eine Lüftungsdecke von 3,20 mal 3,20 Meter Größe eingebaut. Ganz sacht, ohne Turbulenzen zu erzeugen, fällt Luft von oben herab. Abgesaugt wird sie an allen vier Ecken des Raumes. Eine Heizung mit Radiatoren gibt es nicht.

Eine Wandheizung, die die Fliesen erwärmt, sorgt für angenehme Temperaturen im OP-Raum. Auch bei den Lampen handelt es sich um Spezialmodelle, damit keine Luft verwirbelt wird.

Das alles dient dazu, beim Einbau von Endoprothesen, künstlichen Gelenken, eine keimfreie Operation zu gewährleisten. Theoretisch könnten im neuen OP-Raum auch lange andauernde Operationen stattfinden, Transplantationen vorgenommen oder immungeschwächte Patienten operiert werden, erklärt Dr. Aurand.

Quelle: HNA

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