Big-Band aus Frankfurt spielte in der Reihe „Hör-mal im Denkmal“ in Homberg

Reise durchs Jazz-Universum

Die ganze Vielfalt des Jazz: Corinna Danzer und Thomas Bachmann von der Frankfurt Jazz-Big-Band beim Auftritt in Homberg. Foto: Meinicke

Homberg. Seit über 20 Jahren gibt es die Reihe „Hör-mal im Denkmal“. Dank Förderung durch die Sparkassen Kulturstiftung hatte der Homberger Kulturring die Frankfurt Jazz-Big-Band in die Jugendstil-Stadthalle einladen.

Als die Halle ab 1909 gebaut wurde, war Jazz auch in den USA noch ziemlich unbekannt. Der Pianist Jelly Roll Morton gilt als Erfinder des Wortes Jazz. Aber auch er meinte noch 1909: „Es ist das, was ich mit Frauen mache.“

Längst gesellschaftsfähig

Heute ist der Jazz längst gesellschaftsfähig, und das nicht nur wegen der hervorragenden Qualität, die von der Frankfurt Jazz-Big-Band geboten wurde. Die Musiker, die sonst anderswo spielen, finden sich seit 25 Jahren immer wieder zusammen, um unter Leitung von Wilson de Oliveira aufzutreten.

Wilson, wie er einfach genannt wird, ist Solist, Arrangeur und Komponist. Er schöpft aus der ganzen Vielfalt des Jazz. Der Bogen spannte sich über Swing, Soul, Tango und Funk von Komponisten aus Südamerika (Madrigues), den USA (Duke Ellington, George Gershwin) bis zu Karel Rucizka, dem Grandseigneur des tschechischen Jazzpianos.

Überhaupt gilt es, den tschechischen Jazz in seiner Gesamtheit noch zu entdecken. Für die Big-Band war das Konzert in einer kleinen Stadt vielleicht nur ein kleiner Schritt, ein großer war es für die zahlreich erschienenen, wahren Liebhaber dieser Musik.

Von Michael Meinicke

Quelle: HNA

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