Reit- und Fahrverein Rengshausen: Neue Reithalle ohne Schulden

Ein tolles Programm zur Einweihung: Die neue Reithalle in Rengshausen wurde am Wochenende mit Leben erfüllt. Hier traten zwei Kaltblüter im Tauziehen gegen mehr als 30 Menschen an. Fotos: Zirzow

Rengshausen. Es ist geschafft: Der noch junge Reit- und Fahrverein in Knüllwald-Rengshausen hat eine neue Reithalle gebaut, ohne sich dafür zu verschulden.

Das war 2010 bei der Jahreshauptversammlung des erst 2003 gegründeten Reit- und Fahrvereins Beiserhaus Rengshausen die Vorgabe der Mitglieder an den Vorstand. Jetzt stellte die 1. Vorsitzende Jutta Liersch bei der offiziellen Einweihung der Halle stolz fest: „Wir haben nur so gebaut, wie wir Geld zur Verfügung hatten. Somit steht hier heute eine Reithalle, die schuldenfrei ist.“

Knapp 260.000 Euro waren für den Bau der Stahl-Fertighalle fällig, die mit Reiterstübchen, Sanitäranlagen und der 40 mal 20 Meter großen Reitbahn eine Fläche von rund 2000 Quadratmetern hat.

Das zu stemmen war nur möglich in Verbindung mit viel Eigenleistung, Spenden und Zuschüssen vom Land Hessen (100.000 Euro), dem Schwalm-Eder-Kreis und der Gemeinde Knüllwald, (jeweils 19.500 Euro), dem Landessportbund (7000 Euro) und der Sauerwein-Horak-Stiftung (6000 Euro).

Die Stiftung Beiserhaus, deren Reithalle vom Verein bisher mit genutzt wurde, hatte ebenfalls finanzielle Unterstützung zugesagt und das Grundstück in Erbpacht zur Verfügung gestellt, denn durch Vertiefung und Erweiterung der Angebote in der Jugendförderung und beim Therapeutischen Reiten war mehr Platz nötig geworden.

Der Verein hat aktuell 198 Mitglieder, davon sind mehr als die Hälfte Jugendliche und Kinder. Er ist stolz darauf, den Vize-Hessenmeister 2016 und den Hessenmeister 2015 im Vierkampf in den eigenen Reihen zu haben.

Der Verein besitzt keine eigenen Pferde, sondern nutzt die vom Beiserhaus zur Verfügung gestellten Pferde oder auch solche, die sich im Privatbesitz befinden.

Im Beiserhaus ist im Ausbildungsbereich Pferdewirtschaft Andreas Högl für die rund 50 Pferde verantwortlich, von denen 15 eigene Schulpferde sind, bei den anderen handelt es sich um eingestallte Pensionspferde.

Um die Zukunft des Vereins braucht man sich wohl keine Sorgen zu machen, denn was von den Vereinsmitgliedern in der Reitbahn vorgestellt und gezeigt wurde, begeisterte alle Zuschauer. Mit Springreiten, Voltigieren, Therapeutischem Reiten, Dressurreiten, Fahren, Dressurquadrille, Vierkampf und vielen anderen Vorstellungen stellte sich der Verein in seiner ganzen Vielfalt dar, wobei die Jugendlichen und Kinder den Großteil der Akteure stellten.

Krönender Abschluss war das Tauziehen zwischen zwei Kaltblütern der französischen Rasse Percheron und mehr als dreißig Zweibeinern.

Der geplante Verbandssternritt war auf Empfehlung des Kreisveterinäramtes wegen der unklaren Gefahrenlage wegen des Herpes-Virus abgesagt worden. Ein Ausweichtermin soll noch rechtzeitig bekanntgegeben werden.

Von Rainer Zirzow

Quelle: HNA

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