In Heimarshausen werden seit über 30 Jahren Schleppjagden veranstaltet

70 Reiter in Feld und Flur

Da fliegt die Mähne: Bei der Schleppjagd rund um Heimarshausen mussten Pferde und Reiter diverse Hindernisse bewältigen, so wie dieses aus Strohballen. Fotos: Zerhau

Heimarshausen/Fritzlar. 70 Reiter machten sich zu den Jagdsignalen des Jagdhornbläserkorps Petersberg (bei Fulda) auf, um die Schleppjagd aufzunehmen und die Hundemeute loszuhetzen. Die Zeiten allerdings, in denen echtes Wild durch die Wälder gehetzt wurde, sind längst vorbei.

Die Harriermeute aus Böme bei Walsrode folgte der Anisspur, angeleitet wurde sie von Thorsten Mönchmeyer, der den Titel „Master of Hounds“ (Meister der Jagdhunde) trägt.

An die 500 Zuschauer verfolgten das Jagdspektakel, das alle zwei Jahre in Heimarshausen stattfindet. Reitersleute aus ganz Hessen und den angrenzenden Bundesländern folgen dann der Einladung der Reitergruppe Heimarshausen des Ländlichen Reit- und Fahrvereins Fritzlar rund um Gastgeber Werner Sauer.

Auf dem gesamten Kurs von knapp 20 Kilometern Länge waren Spuren für die Hunde gelegt. Es ging über Feld, Wald und Wiesen rund um Heimarshausen.

Hindernisse an der Strecke

Die Reiter mussten Hindernisse bewältigen, die im Vorfeld der Veranstaltung entlang der Strecke aufgestellt und gebaut worden waren. Ein Dutzend Helfer aus dem Ort waren dafür verantwortlich gewesen. Gute drei Wochen vor dem Ereignis hatten sie damit begonnen, diese Hindernisse aufzubauen – mal waren es Holzstämme, mal Strohballen. In einem Fall ging es über eine Garnitur Partytische inklusive Geschirr. Die vielen Besucher wurden vom Veranstalter geführt und konnten das ganze Geschehen verfolgen. Auf mehrere Wagen verteilt wurden sie an die markanten Stellen an der Strecke gebracht.

In der Mittagszeit gab es unterwegs für Reiter und Besucher eine Verpflegungsstelle, der Abschluss wurde bei Kaffee und Kuchen begangen. Die Meutehunde wurden mit dem so genannten Currée belohnt: Dabei wurden große Pansenbrocken verfüttert.

Wie Werner Sauer von der Reitergruppe sagte, seien die Einwohner von Heimarshausen ganz besonders für die Veranstaltung engagiert und hilfsbereit.

So stellten sie die Grundstücke in Feld, Wald und Wiese für die Schleppjagd zur Verfügung. Die Feuerwehr des Ortes regelt den Besucherverkehr bei der Jagd. (zzp)

Quelle: HNA

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