Trend zum traditionellen Fest und Anstieg der Alleinlebenden

Rekord-Saison für Weihnachtsbäume

Schwalm-Eder. Heute werden so viele Weihnachtsbäume wie seit Jahren nicht mehr in den Wohnzimmern im Schwalm-Eder-Kreis stehen. Es ist eine Rekord-Saison für Nordmanntanne, Blautanne, Fichte & Co.

Um 70 Prozent sei der Weihnachtsbaumverkauf in den vergangenen zehn Jahren gestiegen, meldet der Hauptverband der deutschen Holzindustrie. Und das ist auch im Landkreis so.

„Wir haben dieses Jahr sehr gut verkauft, es ist eines der besten Jahre, die wir je hatten“, sagt Philipp Hankel. In Fritzlar verkauft das Waldecker Unternehmen bereits seit 15 Jahren Weihnachtsbäume.

Gleich neben dem Herkules-Getränkemarkt hatten sie diesmal ihre Bäume aus dem Sauerland angeboten. „Die etwa zwei Meter große Nordmanntanne wurde am häufigsten von den Kunden ausgewählt“, sagt er. Zu den Käufern zählten verstärkt Kleinfamilien, die aus dem Kauf ein besonderes Erlebnis für die Familie machten.

Einen starken Anstieg beim Weihnachtsbaumverkauf hat auch Revierleiter Andreas Heimann vom Forstamt Melsungen verzeichnet. „Wir wurden von dem Ansturm fast überrannt“, sagt er. Frisch geschlagene Weihnachtsbäume seien wieder im Trend.

Die Tendenz zur traditionellen Weihnachtsfeier und die gestiegene Zahl an Alleinlebenden schlage sich beim Weihnachtsbaumverkauf nieder, sagt Lars Redert vom Statistischen Landesamt in Wiesbaden. So gab es in Hessen 2009 gut 2,9 Millionen Privathaushalte, davon waren 1,1 Mio. Einpersonen-Haushalte.

Lediglich in etwas mehr als jedem vierten Haushalt leben drei oder mehr Personen, teilt Redert mit. Seit dem Jahr 2000 ist der Anteil der Einpersonenhaushalte im Bereich Schwalm-Eder, Fulda, Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner von 29 auf 35 Prozent gestiegen. „2000 gab es in der Region 80 000 Einpersonenhaushalte. In diesem Jahr waren es 102 000“, sagt Redert.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

Kommentare