Remsfelds Kirche hat neue Außenbeleuchtung

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Leuchten über Remsfeld: Die Kirche strahlt so, wie Christian Nöding es im Computer eingibt, für jeden Kirchenfeiertag in einer anderen Farbe.

Remsfeld. Für Luther gab’s rot-orange, Ostern wird grün, die Adventstage violett und Weihnachten rot-weiß: Am Reformationstag wurde die neue Beleuchtungsanlage der evangelischen Kirche in Remsfeld eingeweiht.

Die acht LED-Scheinwerfer strahlten die Kirche orange an. „Wir können alle Farben des Regenbogens abbilden, 21 verschiedene Farbmischungen“, sagt Christian Nöding aus Remsfeld, der die Beleuchtungsanlage programmiert hat. Doch die Remsfelder müssen, um die nächste Kirchenanstrahlung zu sehen, nicht bis zum 1. Advent warten: „Die Scheinwerfer gehen jeden Tag automatisch zum Sonnenuntergang an und schalten sich abends aus, wenn auch die Straßenlaternen ausgehen.“

Die Kirche wird dann jeden Abend orange angestrahlt. Licht geht jeden Abend an „Mit Hilfe eines Funkempfängers im Kirchturm, erkennt die Beleuchtung die Uhrzeit und den Standort der Kirche und kann so den Sonnenuntergang berechnen“, erklärt Nöding, der den Remsfelder Posaunenchor leitet und in seiner Freizeit ein Tonstudio betreibt. Wo das Licht in der Dämmerung herkommt: Sieben ein Meter lange Flächenstrahler verteilen sich rund um die Kirche, eine runde Lampe strahlt den Kirchturm an.

Die Idee, eine neue Kirchenbeleuchtung aufzubauen, hatte Pfarrer Heinz Hohaus vor zwei Jahren. Er suchte nach etwas, dass die Kirche aufwertet. „Christian Nöding macht schon seit Jahren die Weihnachtsbeleuchtung in der Kirche, deshalb haben wir ihn gefragt“, sagte Hohaus. Die Beleuchtung der Kirche hat eine lange Tradition, sagt Jürgen Jurgilewitsch vom Heimat- und Geschichtsverein: Im Jahr 1955 waren es noch Glühlampen, 1970 dann Halogenscheinwerfer und bis vor kurzem wurde die Kirche mit zwei einzelnen LED-Strahlern bestrahlt, die vorm Eingang und an der Rückseite der Kirche standen. Die 3000-Watt--Stromfresser wurden durch energiesparendere 500-Watt-Lampen ersetzt. 8400 Euro hat die Anlage gekostet, die 3000 Euro teuren Scheinwerfer hat der Geschichtsverein gespendet, den Rest hat die Kirche finanziert. Durch den langen Winter dauerte es länger als gedacht. Die Gräben für die Kabel hat Jurgilewitsch mit mehreren Unterbrechungen freigeschaufelt und dann 300 Meter Stromkabel verlegt.

Von Nina Nickoll

Quelle: HNA

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