2. Rallye Hessisches Bergland

Rennsportwochenende in Melsungen: 102 Piloten starteten durch

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Standen für Notfälle mit einem Medizinischen Einsatzwagen bereit: von links Norbert Seliger und Uwe Engelter.

Malsfeld. Auf etlichen Straßen und Wegen ging am Samstag im Landkreis für den öffentlichen Verkehr nichts. Grund war ein Rennsportwochenende des Automobilsportclub (ASC) Melsungen.

Für die 2. Rallye Hessisches Bergland, die 16. Historic-Rallye und die 34. Rallye Auf nach Melsungen hatten die Verkehrsbehörden Straßen auf einer Länge von 116 Kilometern gesperrt. Eingeladen zum Rennsportwochenende hatte der Motorsportclub Melsungen.

Der hatte laut Pressesprecher Manfred Eifert 102 Startnummern vergeben. Die Piloten kamen aus dem ganzen Bundesgebiet. In die Organisation der Großveranstaltung waren 430 Helfer eingebunden. Entlang der Rennstrecken verfolgten mehrere 1000 Besucher das Geschehen, bilanzierte am Sonntag Manfred Eifert.

Erstmals bei den Rennen dabei war ein Medical-Intervention-Car der Funkrettungswacht Darmstadt. Dieses Fahrzeug wird zur schnellen Rettung auf Rennstrecken eingesetzt und bietet Erste Hilfe im Bereich Rettungsdienst, Brandschutz und Technische Hilfeleistung bei Motorsportveranstaltungen an.

Zur Ausrüstung des Fahrzeugs zählen Pulver-Feuerlöscher, Säbelsägen zur Befreiung eingeklemmter Personen aus einem Rennfahrzeug und Ölbindemittel. Die Besatzung besteht aus einem Rettungsassistenten, einem Notarzt und einem Feuerwehrmann mit einer Zusatzausbildung für die technische Hilfeleistung im Rennsport. Für die Ersthilfe im Rennsport ist eine spezielle Ausbildung zwingend erforderlich. Denn Rennfahrzeuge verfügen über eine verstärkte Karosserie und besondere Gurtsysteme.

Wildunfall 

Zum Einsatz kam das Fahrzeug nicht, berichtete Eifert. Einziger Zwischenfall bei der Rennsportveranstaltung sei ein Wildunfall gewesen, bei dem ein Starter aus Vellmar im Malsfeld-Ring einem Reh ausgewichen sei. Sein Fahrzeug habe sich überschlagen und sei auf dem Dach liegen geblieben. Der Fahrer blieb unverletzt. Zum Sachschaden sagte Eifert nur: „Die Autos vertragen schon was.“ (lgr/be)

Quelle: HNA

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