Hochzeiten im lichthellen Altarraum

Renovierung der evangelischen Kirche Waltersbrück nach 13 Jahren abgeschlossen

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Kirchenvorsteher und ehemalige Vorsteher in der neu gestalteten Kirche: Lieselotte Seibel, Edith Fleck, Irmhild Bruchhäuser, Pfarrer Reinhard Pflüger, Jürgen Kramer, Brigitte Faust, Ingrid Wiegand und Horst Meißner.

Waltersbrück. 13 Jahre dauerte die komplette Renovierung der Kirche in Waltersbrück. Mit dem Innenanstrich bekam sie nun den letzten Schliff und die Sanierung wurde abgeschlossen: Hochzeitspaare und Konfirmanden können künftig im neuen Mittelgang durch die Reihen der Gemeinde zum Altar schreiten.

Durch die neuen Fenster links und rechts des Altars fällt das Licht nun hell in den Raum. Deren kunstvolle Ornamente werden in den Seitenfenstern und über den Seitentüren wiederholt und schaffen eine harmonische Einheit.

Die Restauratoren entdeckten an den Wänden uralte Schriften aus den Anfängen der Kirche und machten sie wieder lesbar. Dort findet sich etwa eine Stelle aus Jesus Sirach 26: "Ein tugendsam Weib ist eine edle Gabe und wird dem geschenkt, der Gott fürchtet." Dieses Zitat sei meist nur in sehr alten Bibelfassungen abgedruckt, hieß es vom Kirchenvorstand, und daher weitgehend unbekannt.

Alles begann vor 13 Jahren mit einem maroden Kirchturm und einem Dachstuhl, der mit dicken Balken abgestützt werden musste. Drei Pfarrer hatten die Bau begleitet. Pfarrer Christoph Holland-Letz gab die ersten Arbeiten in Auftrag. Mit den neuen Fenstern hinter dem Altar und an den Seiten beschäftigte sich Pfarrer Thorsten Krey. Den letzten Bauabschnitt, den Anstrich, die Orgelrenovierung und den wiederhergestellten Mittelgang betreute Pfarrer Reinhard Pflüger. Die 400 Waltersbrücker sammelten 24 600 Euro für ihre Kirche. Dieser Betrag wurde vom Kirchenerhaltungsfonds verdoppelt, den Rest der Kosten übernahmen die Landeskirche und der Kirchenkreis.

Zuschüsse gab es vom Landesamt für Denkmalpflege und der Sparkassenkulturstiftung. Für den letzten Bauabschnitt musste ein Darlehn von 9600 Euro aufgenommen werden. Insgesamt kosteten diese Arbeiten 240 000 Euro. Die renovierte Kirche wurde nun in der Weihnachtszeit eingeweiht.

Die Dekane Prof. Dr. Helmut Umbach (Fritzlar) und Christian Wachter (Ziegenhain) sowie Pfarrer Reinhard Pflüger leiteten den Gottesdienst. Bezirkskantor Reiner Volgmann spielte die renovierte Kirchenorgel.

Von Helga Hebeler

Quelle: HNA

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