Renovierungsarbeiten in Kirche Neumorschen sind fast abgeschlossen

+
Frische Farben: Im Zuge der Renovierungsarbeiten wurden auch die Orgel neu gestrichen – passend zum Innenraum der Kirche. Was noch fehlt, ist ein Geländer für die Treppe am Eingang – und ein gläserner Windfang gegen die Kälte. Pfarrer Bernd Knobel gefällt vor allem der Mittelgang, der durch die Renovierung geschaffen wurde.

Neumorschen. Ganz in Weiß erstrahlt die Wehrkirche Sankt Jakobi in Neumorschen seit der Renovierung. Umso mehr wird künftig die Kanzel auffallen: Sie ist jetzt der Farbklecks im Innenraum der Kirche. Denn im Zuge der Renovierungsarbeiten wurden die ursprünglichen, bunten Farben der Steinkanzel - die aus der Reformationszeit stammt - nachempfunden.

Am morgigen Sonntag können Gottesdienstbesucher ab 10.40 Uhr erstmals einen Blick darauf werfen: Dann wird die frisch gestrichene Kanzel feierlich enthüllt.

Die eigentliche Wiedereröffnung der Wehrkirche nach der Renovierung fand zwar schon zu Ostern statt. Doch seitdem war noch einiges an Feinschliff nötig.

Neben der Kanzel wurde auch die Orgel neu gestrichen: Sie war bis vor kurzem noch in dunklem Rot gehalten, jetzt wurde sie, passend zur Umgebung, in hellen Farbtönen gestrichen. Die Schnitzereien aus dem Jahr 1730 glänzen aber weiterhin golden.

Vorgeschmack: Pfarrer Bernd Knobel gewährte uns schonmal einen Blick auf die Kanzel, die erst am Sonntag im Gottesdienst enthüllt wird.

Ganz fertig ist der Innenraum der Kirche übrigens immer noch nicht. „An der Treppe am Eingang wollen wir noch ein Geländer anbringen“, sagt Pfarrer Bernd Knobel. Sie hat zwar nur drei Stufen - aber gerade für ältere Gottesdienstbesucher sei es wichtig, dass es etwas zum Festhalten gebe, erklärt der Pfarrer.

Auch der gläserne Windfang, der künftig die Kälte draußen halten soll, ist noch nicht eingesetzt. Und an einigen Stellen hängen nackte Glühbirnen an der Decke - sie sollen später durch LED-Lampen ersetzt werden, sagt Knobel. Wer genau hinsieht, entdeckt außerdem an der Wand über der Kanzel einige Flecken. „Das muss nochmal überstrichen werden“, sagt Knobel.

Auch wenn noch nicht alles perfekt ist - der Pfarrer ist zufrieden mit dem Ergebnis der Renovierungsarbeiten. Besonders gut gefällt ihm, dass die Sitzbänke nun so angeordnet sind, dass ein Mittelgang freibleibt. Denn früher musste man immer den seitlichen Säulengang nutzen, um nach vorne zum Altar zu gelangen. „Das ist jetzt etwas ganz anderes, wenn zum Beispiel die Konfirmanden einziehen“, sagt Knobel.

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

Kommentare