Renovierungsarbeiten an der Kirche Nothfelden

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Charakteristisches Grün: Der Turm der Nothfelder Kirche ist dank des Gerüsts weithin sichtbar. Planmäßig soll das Gerüst bis zum Oktober stehen bleiben.

Nothfelden. Eigentlich hatte die Kirchengemeinde Nothfelden gehofft, noch ein paar Jahre von Renovierungsarbeiten an ihrer Kirche verschont zu bleiben. Schließlich hatten die Gemeindeglieder erst vor etwa sieben Jahren in viel Eigenarbeit die Wickelbohlendecke saniert.

Doch auch der Turm der kleinen Dorfkirche zeigt Alterserscheinungen: Die Schieferverkleidung und etliche Balken im Inneren sind marode und müssen erneuert werden.

Kurz nach Ostern begann eine Fachfirma mit dem Aufstellen des Gerüsts, der grüne Stoff rund um den Turm verdeckt die mittlerweile schieferlosen Wände. Im Inneren des Turms sind die Zimmerleute mit den Balken beschäftigt.

„Wir haben versucht, Handwerker aus der Region einzusetzen“, erzählt Kirchenvorsteher Herbert Wagner. Doch das sei bei der Sanierung solch alter Gebäude oft gar nicht so einfach. Die Zimmerleute kommen nun aus Borken, für den Schiefer rücken spezialisierte Dachdecker aus dem Sauerland an. Geplant ist, dass die Arbeiten bis Oktober abgeschlossen sind.

Bei einer Routinekontrolle 2011 sei festgestellt worden, dass Schiefer und Balken marode seien, sagt Wagner. Doch die Verhandlungen für die Finanzierung, die Arbeit der Architekten und die Ausschreibungen der Gewerke hätten eine gewisse Zeit gebraucht.

170.000 Euro sind für die Renovierung veranschlagt. Ein großer Teil kommt aus dem Kirchenerhaltungsfonds der evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, aber die Kirchengemeinde Nothfelden muss auch einen Anteil erbringen. „Wir müssen ein Darlehen aufnehmen, wir verwenden das freiwillige Kirchgeld dazu und sammeln Spendengelder“, erklärt Wagner das Vorgehen.

Außerdem gibt es in Nothfelden einen Förderverein, der das Projekt ebenfalls unterstützt. Die Nothfelder möchten mit ihrem Einsatz zeigen, dass es sich auch lohnt, die Kirche einer eher kleinen Gemeinde wie der ihren zu erhalten. „Eine Kirche ist nicht nur Treffpunkt für die Gemeinde, sondern auch ein historisches Gebäude. Das kann man schließlich nicht einfach verfallen lassen“, betont Wagner.

In ihrer heutigen Form steht die Kirche seit 1751. Aus diesem Jahr stamme die Erwähnung eines großen Anbaus, erzählt Herbert Wagner. Aus der Zeit davor seien wenige Unterlagen erhalten, so dass es sehr schwer sei, genau zu sagen, wann das Gebäude errichtet worden ist. (prs)

Quelle: HNA

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