Uternehmen stellte Windparks in der Region vor

Reon: Keine Kritik bei Infoaband

Schrecksbach/Willingshausen. Schrecksbach sagte nein zu Windrädern zwischen Merzhausen und Röllshausen: Vor diesem Hintergrund hatte die Reon AG mit Sitz im niedersächsichen Worpswede zu einem Informationsabend in das Schrecksbächer Rotkäppchenhaus eingeladen. Das Unternehmen stellte seine Pläne für Windparks in den Gemeinden Schrecksbach und Willingshausen vor.

Reon hatte für die Suchräume Wasenberger Rücken sowie die Wüstung Wernersdorf Wind-, Schatten- und Naturschutzgutachten erstellen lassen. Nun will Reon auch Planungen, Aufbau und Pflege der Windparks übernehmen. Das Unternehmen sucht und beplant Windparks in Deutschland und Polen.

Mehr als positiv: Dieses Fazit zog Reon-Projektentwickler Thomas von Glahn nach der Veranstaltung. 100 Zuhörer waren ins Rotkäppchenhaus gekommen, um sich über die Pläne des Projektierers zu informieren. Dabei hätten die Reon-Mitarbeiter nur Zustimmung aus der Bevölkerung gehört.

Viel Wind laut Gutachten

Im Gespräch mit der HNA sagte von Glahn, die unabhängigen Windgutachten hätten sowohl im Gebiet zwischen Willingshausen und Schrecksbach als auch zwischen Willingshausen und Treysa mehr als die geforderten Windgeschwindigkeiten ergeben. In Bezug auf den Wasenberger Rücken sagte er, das Gebiet befinde sich neben und nicht im Gebiet des Rotmilans. So gebe es aus seiner Sicht keine Bedenken gegen eine der beiden Gebiete.

„Nun wurde unsere Seite gehört“, betonte der Projektentwickler, nachdem in Schrecksbach in den vergangen Wochen die Gemeinde zu Infoabenden eingeladen hatte. Laut seiner Aussage sei der Reon AG eine lokale Beteiligung wichtig. Eine Betreibergesellschaft der Windparks wäre vor Ort ansässig, auch sei es möglich, eine Energiegenossenschaft zu gründen. Die Landeigentümer könnten sich beteiligen. Regionale Wertschöpfung stehe an erster Stelle. „Wir wollen langjährige Partner der Kommunen werden“, betonte von Glahn.

Nicht nach Immichenhain

Aus Sicht des Projektierers sprechen wirtschaftliche Aspekte für die Gebiete Wasenberger Rücken und Wüstung Wernersdorf. Das Gebiet zwischen Schrecksbach und Immichenhain komme beispielsweise nicht in Frage, denn dort seien nach Ansicht von Thomas von Glahn die Eingriffe in die Natur zu umfangreich.

Reon wird nun die Gutachten der Willingshäuser und Schrecksbächer Gebiete veröffentlichen. Dann werde das Unternehmen die Genehmigung des Regierungspräsidiums Kassel abwarten und sich um eine Finanzierung sowie die Gründung der Gesellschaften vor Ort kümmern.

Erteilt das RP keine Genehmigung für den Bereich Wüstung Wernersdorf, sieht von Glahn als letzte Möglichkeit, Juristen zu bemühen.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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