Bundeswehr: Neue Kompanie übt in Schwarzenborn

Reservisten im Einsatz für den Heimatschutz

Schwarzenborn. Auf dem Übungsplatz in Schwarzenborn üben in dieser Woche 50 Männer und Frauen aus Nordhessen mit einer besonderen Mission.

Sie gehören der noch jungen Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanie (RSU) an. In Hessen gibt es seit 2013 zwei solcher Reservisteneinheiten, eine davon in Nordhessen. Ihre Aufgabe: Sie sollen die aktive Truppe beim Heimatschutz unterstützen.

Was das konkret heißt, definiert die Bundeswehr nur vage, Einsätze hat es für die nordhessische Truppe noch nicht gegeben: Die Freiwilligen sollen bei Bedarf Wach- und Sicherungsaufgaben insbesondere von Bundeswehrliegenschaften übernehmen, erklärte Oberstleutnant Wolf Teja von Rabenau, Presseoffizier des Landeskommandos Hessen, dem die beiden hessischen Einheiten unterstehen. Aber auch bei Hilfseinsätzen der Bundeswehr oder in schweren Ünglücksfällen könnten die Reservisten den aktiven Soldaten als Verstärkung zur Seite stehen.

Die RSU-Kompanie Nord wird derzeit aufgebaut, Nachwuchs wird noch gesucht. Sie zählt laut von Rabenau derzeit 80 Männer und Frauen - bis jetzt ausschließlich ehemalige Soldaten. Damit liegt die Mannschaftsstärke erst bei 80 Prozent. Lücken gebe es nicht wegen zu weniger Freiwilliger, meint der Oberstleutnant. Aber die Anforderungen seien nicht gering: Die Musterungsstandards, zum Beispiel, was die Fitness angeht, entsprächen dem des aktiven Dienstes. Und mit zwei Übungswochen und diversen Trainingswochenenden im Jahr sei der Zeitaufwand auch ohne Einsätze bereits hoch.

Unterstützt werden die beiden Reservistenkompanien von ihren Patenverbänden. Das ist in Nordhessen das Bataillon Elektronische Kampfführung 932 mit Sitz in Frankenberg.

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Bundeswehr: Neue Kompanie übt in Schwarzenborn

Quelle: HNA

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