Retter holten Entenfamilie aus Grube

Ein Herz für Tiere: (von links) Christian Sieron, Benedikt Giese, Florian Reichmann und Karsten Wille haben Enten aus einer Grube gerettet. Fotos: privat

Melsungen. Ein Hausmeister und Feuerwehrleute haben in Melsungen eine Entenfamilie aus misslicher Lage befreit: Die Tiere waren in eine Grube geraten.

Karsten Wille, Hausmeister der Radko-Stöckl-Schule in Melsungen, hatte die Entenfamilie in der Grube entdeckt, in der die Holzhackschnitzel für die Heizung der Schule gelagert werden. Die Grube ist etwa einen Meter tief.

Die Ente habe dort wahrscheinlich Schutz mit ihren Küken gesucht und nicht die Gefahr geahnt, vermuten die Retter. Da die Küken nicht fliegen konnten, sei die Grube zur tödlichen Falle geworden.

Der Hausmeister stellte den Enten Wasser zur Verfügung, das diese aber nicht annahmen. Am nächsten Tag waren die Enten immer noch gefangen. Die Entenmutter versuchte vergeblich, ihre Küken mit lauten Rufen aus der Falle zu locken, was aufgrund der unüberwindbaren Wandhöhe misslang. Daraufhin kontaktierte Wille die Polizeidienststelle Melsungen, die aber nicht zuständig gewesen sei.

Ein weiterer Hilferuf bei der Feuerwehrleitstelle brachte schließlich Erfolg: Innerhalb von zwanzig Minuten rückten die Brandschützer mit drei Einsatzkräften und einem Leiterwagen an.

Mit vereinten Kräften gelang es schließlich, die Küken in einen Karton zu stecken. Schwieriger war es mit der Entenmutter. Diese ließ sich nicht mit einer Decke einfangen. Nach kurzer Besprechung der Lage entschieden sich die Retter, die Küken auf einer Wiese freizulassen. Nach kurzen Zurufen rannten die fünf Küken zu ihrer Mutter. (red/gör)

Quelle: HNA

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