Das Rote Kreuz hat 122 Ersthelfer im Schwalm-Eder-Kreis ausgebildet

Sie retteten zwei Leben

Die neuen Helfer des Roten Kreuzes: In der Fritzlarer DRK-Wache erhielten sie ihre Ausrüstung; links Kreisgeschäftsführer Manfred Lau und Lehrrettungsassistent Dirk Janetzko, rechts DRK-Kreisbereitschaftsleiterin Regina Radloff und Kreisbereitschaftsarzt Andreas Hettel (3. von rechts). Foto: Zerhau

Schwalm-Eder. Helfer vor Ort oder kurz: HvO – so dürfen sich nun 122 Menschen im Schwalm-Eder-Kreis nennen. Sie wurden vom Roten Kreuz ausgebildet, um Erste Hilfe zu leisten, wenn Rettungsdienst oder Notarzt noch nicht eingetroffen sind.

Anfang des Jahres war das Ziel 100 HvOs bis Jahresende im Einsatz zu haben. Mit den 29 frisch ausgebildeten Helfern ist die Zahl weit übertroffen worden. 122 sei eine sehr stolze Zahl, sagte DRK-Kreisgeschäftsführer Manfred Lau bei der Übergabe von Notfalltaschen an die Neuen.

In 73 Orten des Landkreises sind sie stationiert. Im Notfall werden sie zeitgleich mit Rettungsdienst und Notarzt alarmiert. Im Durchschnitt erreichen sie den Patienten innerhalb von drei Minuten, erklärte Kreisbereitschaftsarzt Andreas Hettel.

Seit dem Start der Aktion seien die Helfer vor Ort zu 226 Einsätzen ausgerückt, in zwei Fällen wurden durch den schnellen Einsatz Leben gerettet.

Gut abgedeckt sind die Bereiche von Bad Zwesten, Frielendorf und Willingshausen. Dort stehen jeweils zwischen acht und 20 Helfer zur Verfügung. Schwächer sieht es in den dünn besiedelten Gebieten aus, etwa im Knüll und im nordöstlichen Schwalm-Eder-Kreis.

Die Helfer seien bei Patienten und Angehörigen gut angesehen, sagt Lehrrettungsassistent Dirk Janetzko. Die professionelle Hilfe werde dankbar angenommen. Auch die Notärzte lobten die Arbeit der schnellen Helfer.

Neben dem Roten Kreuz beteiligen sich der Malteser Hilfsdienst, der Borkener Rettungsdienst Heßler und die Feuerwehr an der Aktion, erläuterte DRK-Kreisbereitschaftsleiterin Regina Radloff.

Bisher seien Kosten von 15 000 Euro entstanden, sagte DRK-Kreischef Lau. 5000 Euro kamen vom Schwalm-Eder-Kreis und weitere 5000 Euro von der Glücksspirale. Ergänzt wurde die Summe durch Einzelspenden. Unter anderen hatte der Ortsbeirat Harle einen Defibrillator (gegen Herzrhythmusstörungen) gestiftet.

Wer Helfer vor Ort werden möchte, möge sich bei bei Regina Radloff melden.

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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