Jahresabschlussübung der Treysaer Feuerwehr

Brand simuliert: Rettung aus dem Amtsgericht

Treysa. Punkt 19 Uhr heulten am Donnerstag die Sirenen in Treysa, und schon kurz darauf bog ein Löschzug in den Steinkautsweg ein, um vor dem Amtsgericht Stellung zu beziehen. Der Anlass des Einsatzes: Die traditionelle Jahresabschlussübung der Feuerwehr Treysa.

In diesem Jahr hatte sich der Wehrführer der Feuerwehr Treysa, Björn Bachmann, das Gerichtsgebäude als Übungsobjekt ausgesucht und beobachtete die Übung aufmerksam vom Rande des Geschehens, während Stadtbrandinspektor Thomas Thiel als Einsatzleiter den Einsatz der Feuerwehrleute koordinierte.

Gemäß Übungslage sollte das Amtsgericht in Flammen stehen, außerdem galt es neben der Brandbekämpfung, von innen und außen, auch vier Personen aus dem Gebäude zu retten.

Unter schweren Atemschutz suchten sich umgehend nach Eintreffen an der Einsatzstelle die Angriffstrupps der Löschfahrzeuge einen Weg in das Gericht, während auf dem Hof die Drehleiter in Stellung gebraucht wurde, um den Brandschutzbeauftragten des Amtsgerichts, Dirk Friedrich, aus einem Gaubenfenster zu retten.

Sehr schnell konnten auch die anderen Mimen gefunden und durch Atemschutzgeräteträger über das Treppenhaus gerettet werden, nur Justin Grünitz von der Jugendfeuerwehr Treysa musste den etwas beschwerlicheren Weg durchs Fenster und über die dreiteilige Schiebleiter gehen.

Ziel der Übung, so Wehrführer Bachmann, sei es zum einen, der Bevölkerung ein Bild von der Leistungsfähigkeit ihrer Feuerwehr zu vermitteln. Zum anderen solle gerade den jüngeren Einsatzkräften die Möglichkeit zu geben werden, die in der Standortausbildung erlernten Handgriffe unter annähernd realen Bedingungen umzusetzen. Außerdem erlangen die Teilnehmer der Übung Ortskenntnisse an besonderen Objekten. Zahlreiche Zuschauer nutzten die Gelegenheit sich von den Fähigkeiten der Feuerwehr Treysa einen Eindruck zu verschaffen und verfolgten gespannt der Übung.

Björn Bachmann zog ein positives Fazit. „Ich bin zufrieden mit dem Verlauf der Übung, insbesondere die Rettung mithilfe der Drehleiter ging trotz der schwierigen Verhältnisse sehr schnell vonstatten,“ so der Wehrführer.

Von Matthias Haaß

Quelle: HNA

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