Feuerwehr Ippinghausen übte technische Hilfeleistung im Straßenverkehr

Feuerwehr Ippinghausen übte Hilfeleistung im Straßenverkehr

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Kaum Platz: Nur mit modernsten Geräten ist oft Hilfe für in Autos eingeklemmte Menschen möglich. Die Ippinghäuser Feuerwehr übte mit Kollegen aus Sachsenhausen und Kräften des DRK Kassel.

Ippinghausen. Eine gemeinsame Übung zur technischen Hilfeleistung im Straßenverkehr absolvierten die Freiwilligen Feuerwehren aus Ippinghausen und Sachsenhausen zusammen mit dem Roten Kreuz.

Es war ein stressiges und arbeitsintensives Wochenende für die ehrenamtlichen 30 Einsatzkräfte derFreiwilligen Feuerwehr Ippinghausen. Zusammen mit Kameraden aus dem benachbarten Sachsenhausen sowie Rettungskräften des Deutschen Roten Kreuzes aus Kassel mussten sie innerhalb von nur wenigen Stunden ihr ganzes Können und Wissen bei drei simulierten schweren Verkehrsunfällen unter Beweis stellen.

Ippinghausens stellvertretender Wehrführer Robert Kurz, der als Verantwortlicher für technische Hilfeleistungen in seiner Heimatfeuerwehr den Aktionstag ausgearbeitet hatte und leitete: „Wir Feuerwehrleute werden wegen der Zunahme moderner High-Tech-Fahrzeugkonstruktionen und modernen Werkstoffen vor immer mehr Probleme gestellt. Ältere Rettungsgeräte sind oft nicht mehr in der Lage, diese Fahrzeugteile zu drücken oder auseinander zu ziehen, so wie es für die Menschenrettung nötig wäre.“ Für die Übung hatten die Retter von der Zierenberger Firma Brandschutztechnik Müller jeweils eine mit Akkus betriebene Kreis- sowie Säbelsäge zur Verfügung gestellt bekommen. Über solche Akku-Geräte verfügt derzeit noch keine Wehr im Feuerwehrverband Wolfhager Land.

Drei Szenarien

Neben der feuerwehrtechnischen Hilfe war ein weiterer Schwerpunkt der Übung die Koordination zwischen den technischen und medizinischen Maßnahmen. Beim ersten angenommenen Unfall war ein Auto mit hoher Geschwindigkeit ungebremst unter einen Sattelzug gefahren.

Geschafft: Die eingeklemmte Person ist befreit und wird abtransportiert.

Bei der zweiten durchgespielten Situation war ein Pkw seitlich gegen einen Baum gekracht. Dadurch, so das Szenario, konnten die Rettungskräfte den allein im Wagen sitzenden Fahrzeuglenker nicht durch die Fahrertür bergen.

Beim dritten simulierten Unfall hatte sich ein Auto mit mehreren Insassen mehrfach überschlagen und war auf dem stark eingedrückten Fahrzeugdach liegen geblieben. Unfallszenarien, so Robert Kurz, die gerade rund um Ippinghausen auf der stark befahrenen Bundesstraße 251 die Einsatzkräfte immer wieder fordern.

Zunächst in Zeitlupe

Um sich dafür das notwendige Rüstzeug anzueignen, bei dem jeder Handgriff sitzen muss, wurde am Wochenende jeder Einsatz zuerst im Zeitlupentempo durchgespielt, anschließend war dann volles Tempo angesagt. (zih)

Feuerwehrübung in Ippinghausen

Quelle: HNA

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