Die Elbe - der Namensvetter des großen deutschen Stroms fließt durch die Region

Bachlauf in Ippinghausen: Die Elbe fließt durch den Wolfhager Stadtteil. Wenn es viel regnet und das Wasser steigt, kann das harmlose Bächlein große Kraft entwickeln, wie Ende Juni 1987, als eine Flutwelle den Ort erfasste und ein Mann ertrank. Foto:  IB Röttcher Ing. consult/nh

Wolfhager Land. Eisvogel, Wasseramsel und Gebirgsstelze siedeln nicht mal eben irgendwo an: Sie suchen sich lebenswerte und nicht gerade verschmutzte Gewässer aus. Die Elbe beispielsweise. Sie fließt von ihrem Quellbereich südlich von Freienhagen im Kreis Waldeck-Frankenberg bis zu ihrer Mündung in die Eder bei Fritzlar-Geismar.

Ungefähr 46 Kilometer sind das, circa 34 davon verlaufen davon im Altkreis Wolfhagen. Neben zahlreichen kleineren Zuflüssen münden bei Naumburg der Georgengraben, Rehmbach, Rennebach, Ballenbach und Spolebach in die Elbe.

Der ökologische Gesamtzustand der Elbe wird im oberen Verlauf - von der Quelle bis unterhalb von Elbenberg - trotz nicht verdrecktem Wasser als unbefriedigend bezeichnet. Dieser Abschnitt ist ein Gewässer der so genannten Forellenregion. Neben der Leitfischart Bachforelle gibt es hier auch ein Neunaugenvorkommen.

Im unteren Elbelauf - von Elbenberg bis zur Mündung - gilt der ökologische Zustand nach den europäischen Wasserrahmen-Richtlinien als mäßig.

Hier ist die Elbe ein Gewässer der Äschenregion. Neben Äschen sind beispielsweise Groppen und Elritzen festgestellt worden. Teilabschnitte der Elbe sind an Angelvereine verpachtet.

Im Oberlauf gibt es einen nahezu durchgehenden Ufergehölzsaum. Auwaldbereiche befinden sich ober- und unterhalb Ippinghausens, oberhalb Naumburgs sowie hinter Altendorf.

„Durch Hindernisse wie Wehranlagen und die intenvive landwirtschaftliche Nutzung nimmt die Gesamtqualität im Verlauf der Elbe ab“, sagt Petra Seibel vom Fachdienst Wasser- und Bodenschutz beim Landkreis Kassel.

Die Elbe weist ein natürlich verzweigtes Quellgebiet im Waldbereich von Freienhagen und zahlreiche Zuflüsse südwestlich von Ippinghausen auf. In Ippinghausen und Naumburg gibt es zum Teil erhebliche Gewässerveränderungen, beispielsweise durch Begradigungen und die Nutzung sowie Bebauung der Uferbereiche.

Außerhalb der Ortslagen und in den Waldgebieten bestehen naturnahe strukturreiche Gewässerabschnitte, die aber häufig durch intensiv genutzte Agrarlandschaft bis in den unmittelbaren Uferbereich unterbrochen werden.

Verschlammung

Vertiefungen treten auf, zum Teil auch Verschlammung der Gewässersohle durch Schwebstoffe. Strukturelle Defizite und häufig fehlende oder unzureichende Uferrandstreifen schränken die dynamische Entwicklung des Gewässers nach Einschätzung des Wasser- und Bodenschutzes des Landkreises ein. Im Wolfhager Land weist die Elbe mindesten 20 vollständig bis bedingt unpassierbare Wanderhindernisse auf.

Mit einigen Vorhaben, etwa naturnahen Bachrandstreifen, soll der ökologische Zustand der Elbe verbessert werden.

Quelle: HNA

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