Richtfest: Anbau der Neuapostolischen Kirche wird im Sommer fertig sein

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Feierten das Richtfest für ihre neue Kirche: von links die Architekten Klaus Kuhlmann und Dieter Schmuch, Gemeindevorsteher Gerd Rohloff, Bischof Heinz Helmut Werner und Zimmermann Manfred Forst präsentierten stolz den Anbau der Neuapostolischen Kirche.

Melsungen. Mehr Platz für die Gemeinde. Darüber freuen sich jetzt die Mitglieder der Neuapostolischen Kirche in Melsungen, denn deren Kirche wird derzeit baulich erweitert. Am Freitag traf sich die Gemeinde zum Richtfest – und um zu schauen, wie weit der neue Kirchenbau bislang gediehen ist.

„Der Rohbau ist fertig, jetzt geht es in die Phase des Endspurts“, sagte Bischof Dr. Heinz Helmut Werner im Gespräch mit unserer Zeitung. Ab heute werde der Innenputz aufgebracht, auch die Elektriker seien bereits an der Arbeit. „Als nächstes wird dann die Heizung installiert“, sagte Architekt Klaus Kuhlmann. „Im Mai können wir die Bauarbeiten hoffentlich abschließen“, sagte Kuhlmann. Dabei werde der Anbau ausschließlich den neuen Kirchensaal und das Foyer beherbergen.

„Der Gebäudeteil, der seit 1963 als Kirche gedient hatte, wird künftig für die Gemeindearbeit genutzt werden“, sagte Bischof Werner. Denn mit dem zusätzlichen Platzangebot des erweiterten Kirchenbaus – das immerhin von 120 auf künftige 280 Quadratmeter ausgeweitet wird – seien nun endlich Räume vorhanden, die vorher fehlten.

„Jetzt können wir sogar größere Feste in unserer Kirche feiern, etwa Konfirmationen“, freute sich Heinz Helmut Werner. „Bis jetzt mussten wir für solche Veranstaltungen ausweichen, zum Beispiel in die Stadthalle.“

Das ist nun Vergangenheit. Die neu gewonnenen Nebenräume, die im Trakt des bisherigen Gotteshauses entstehen, könnten künftig für Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit, für Seminare und musikalische Erziehung genutzt werden, sagte Klaus Kuhlmann.

Außerdem passen in den neuen Kirchensaal nun 120 Menschen, wohingegen der alte für gerade mal 80 Personen ausgerichtet und damit immer zu klein war. „Unsere Gemeinde hat hier mittlerweile etwa 130 Mitglieder“, erzählte Heinz Helmut Werner. Da sei es höchste Zeit gewesen, dad Kirchengebäude in seiner Größe anzupassen – und auch Räumlichkeiten zu schaffen, die für behinderte Menschen zugänglich sind.

Erweiterung: 470 000 Euro

Insgesamt 470 000 Euro kosten die Um- und Anbauten, zehn Handwerksbetriebe der Region seien in den Prozess involviert, verriet Architekt Kuhlmann. „Ein kompletter Neubau hätte 700 000 Euro gekostet, eine Renovierung etwa 200 000.“

Da die Mitglieder der Neuapostolischen Kirche mit der Expansion ihres Gotteshauses nicht nur ein größeres Platzangebot anstrebten, sondern auch eine Verbesserung der Bauqualität, war die Entscheidung für einen Anbau schnell gefallen.

Bischof Heinz Helmut Werner: „Jetzt haben wir alle Möglichkeiten, die eine christliche Gemeinde für ihre Arbeit benötigt.“ (zbg)

Quelle: HNA

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