Im Dezember soll alles fertig sein

Richtfest im Kindergarten Rengshausen

+
Neue Räume für Spiel und Spaß: Die Kinder sangen zum Richtfest des neuen Kindergartens in Rengshausen mit ihren Betreuerinnen.

Rengshausen. Wenn der Kindergarten in Rengshausen Ende des Jahres fertig ist, werden mehr Paare in und um Rengshausen Kinder bekommen. Da ist sich Pfarrerin Sabrina Elcik sicher.

Wer seine Kinder gut betreut weiß und möglichst früh unterbringen kann, sei eher bereit, eine Familie zu gründen, ist die Erfahrung der Pfarrerin, die selbst junge Mutter ist. Ihren Optimismus äußerte sie beim Richtfest zum Neubau des Kindergartens.

Sie verwies dabei auch auf wissenschaftliche Untersuchungen: „Um eine Familie zu ernähren, müssen heute beide Eltern arbeiten unsd brauchen eine gute Kinderbetreuung.“ Das sei auch auf dem Land so.

Elcik wird Anfang des nächsten Jahres Geschäftsführerin des Kindergartens. Der wird dann in der Trägerschaft der Kirche geführt. Die Pfarrerin hat schon jetzt feste Vorstellungen. „Wir werden die Kinder nach dem christlichen Menschenbild erziehen. Wir sind davon überzeugt, dass diese Werte die Entwicklung der Persönlichkeit positiv beeinflussen“, sagte sie.

Ein evangelisch geführter Kindergarten bedeute auch, dass Kinder aller Konfessionen betreut werden. „Jedes Kind ist willkommen“, sagte sie. Um die Auslastung der 60 Plätze muss sie sich aber keine Gedanken machen. Im Moment sind schon 54 Plätze vergeben.

Auch Bürgermeister Jörg Müller glaubt aufgrund der Nachfrage, dass es schon in den nächsten fünf Jahren eher zu wenige Plätze sein werden. Die Gemeinde ist für den Bau des Kindergartens zuständig.

Sie übernimmt auch die Kosten von 1,4 Millionen Euro. Die Kirche gibt einen Zuschuss von 140.000 Euro und ein zinsloses Darlehen (400.000 Euro). Der Bund fördert den Bau mit 210.000 Euro, ein Zuschuss von 150.000 Euro kommt aus dem Leader-Programm.

Dafür wird allerdings ein fast kompletter Neubau entstehen, der auch das alte Gemeindehaus der Kirche einschließt. Katja Bott vom Förderverein, der den Kindergarten noch leitet, staunte über die Größe des Gebäudes, das mit 700 Quadratmetern viel Platz für die Gruppen bieten wird und nicht mit dem bisherigen Domizil im Fachwerkgebäude gegenüber verglichen werden kann.

Der Förderverein wird sich mit dem Umzug auflösen. Es soll ein neuer Verein gegründet werden, der aber keine geschäftsführenden Aufgaben mehr übernimmt. Die vier Erzieherinnen werden von der Kirche übernommen. Sie können ihre Aufgaben dann in dem Rundbau angehen und sich in den Gruppenräumen und dem Mehrzweckraum um die Kinder kümmern.

Es gibt drei Gruppen wovon 14 Plätze für Kinder unter drei Jahren geschaffen werden. Das Gebäude wird den Standard eines Niedrigenergiehauses haben, eine Pelletheizung wird eingebaut und die Wände mit Mineralwolle gedämmt. Der Bau wird Anfang Dezember fertig werden, leicht verzögert eegen des langen Winters.

Quelle: HNA

Kommentare