Rieder Verein möchte ortsbildprägendes Gebäude aus dem 18. Jahrhundert sanieren

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Möchte der Verein zur Förderung des Schlosses Riede gerne von der Gemeinde übernehmen: Das alte Fachwerkhaus im Herzen Riedes. Der Verein möchte das Haus sanieren, die untere Etage selbst nutzen und die obere zu Wohnungen umbauen.

Riede. Seit ein paar Jahren steht das Fachwerkhaus an der Elbenberger Straße im Herzen Riedes leer. Zuerst verabschiedete sich die Sparkasse, im Jahr 2007 zog dann die Feuerwehr mit ihren Fahrzeugen um ins schicke, neue Gerätehaus und schließlich fanden sich für die Wohnräume keine Mieter mehr.

Demnächst könnte aber wieder Leben in das Gebäude einziehen. Der Verein zur Förderung des Schlosses Riede möchte das Haus von der Gemeinde Bad Emstal kostenlos übernehmen und sanieren.

Mit diesem Vorhaben wird sich der Bau- und Umweltausschuss im September befassen, kündigt Bad Emstals Bürgermeister Ralf Pfeiffer an. Der Verein möchte mit Hilfe eines Architekten das Haus renovieren, das Anfang des 18. Jahrhunderts gebaut wurde. Im Erdgeschoss will sich der Verein, der sich nicht nur um das Rieder Schloss kümmert, sondern generell den Erhalt denkmalgeschützter Gebäude im Blick hat, einen Versammlungsraum einrichten. Denn aktuell kommen seine 20 Mitglieder im Haus des Vorsitzenden Norbert Zimmermann zusammen. Ein Archiv könnte ebenfalls im Erdgeschoss Platz finden.

Im ersten Stock sollen zwei kleine Wohnungen untergebracht werden. Die könnten an Gäste der Gemeinde und durchreisende Touristen vermietet werden, sagt Zimmermann. Auch eine Nutzung als Sozialwohnung sei denkbar.

Im 19. Jahrhundert hatte das Fachwerkhaus einen Anbau bekommen, jenen Teil, den die Feuerwehr genutzt hatte. Diesen Bereich möchte der Verein abreißen, weil eine Sanierung zu teuer wäre. Der so entstehende Platz könnte gestaltet werden und würde aus Sicht Zimmermanns das Ortsbild aufwerten.

Inklusive Abriss liegen die Projektkosten im unteren sechsstelligen Bereich. Der kleine Rieder Verein hofft auf öffentliche Zuschüsse, etwa aus dem Leader-Programm, vom Landesamt für Denkmalschutz oder der Kulturstiftung. Auch hätten zwei Einwohner Spenden in Aussicht gestellt. Wie Zimmermann sagt, prüft der Verein, ob er die Übernahme des Hauses von der Gemeinde und die Renovierung finanziell gestemmt bekommt.

Von Antje Thon

Quelle: HNA

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