Ring frei für Runde drei

Der Amtsinhaber: Michael Köhler will wieder auf den Chefsessel im Rathaus

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Aufbruch in die dritte Amtsperiode: Bürgermeister Michael Köhler mit Ehefrau Diana und den Töchtern Lorena (6 Jahre) und Angelina (9) mit Hund Maggie.

Bad Zwesten. Für die sechsjährig Lorena und ihre neunjährige Schwester Angelina ist ihr Papa „cool, voll nett, ganz lieb und ganz doll sportlich“. „Weil, er trägt uns immer die Treppe hoch“, sagt Angelina kichernd. „16 Stufen sind das, ich habe sie alle gezählt“, fügt sie mir großen Augen hinzu. Ausgeglichen, ruhig, lässig, freundlich und witzig, findet Diana ihren Michael, der bei diesen Beschreibungen etwas verlegen lächelt.

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Michael Köhler, seit zwölf Jahren Bürgermeister von Bad Zwesten will wieder ins Rathaus. Entspannt, im gestreiften Hemd unter dem sich ein kleines Sitzbäuchlein wölbt, sitzt er bei seiner Familie. Für seine Figur müsse er schon etwas tun, sagt der HSV-Fan. Deshalb joggt er, schwingt sich im Urlaub aufs Rad und tobt sich im Garten aus. Die nötige Entspannung findet er beim Rosenschneiden. Ansonsten halte sich sein handwerkliches Geschick in Grenzen, gesteht der 40-Jährige.

Ehefrau: Er hilft gerne

Im Gegensatz dazu steht seine Bereitschaft, anderen zu helfen. Ihr Mann habe eine Art Helferdrang, sagt seine Frau Diana. Besonders deutlich habe sich das gezeigt, als mitten in der Nacht die Feuerwehr bei ihnen klingelt, und um eine Verlängerung für ihre Veranstaltung bat. Dass er der Bitte nachkam, stand für ihn außer Frage. „Als Bürgermeister bin ich jederzeit Ansprechpartner“, sagt Köhler und wendet sich der sechsjährigen Lorena zu, die ihm ein Bild gemalt hat.

Die Bereitschaft auf andere einzugehen, spiegelt sich in seiner Familie. Dort tummeln sich neben der Katze Kitty der gerade mal zwölf Wochen alte Hund Maggie und ein lärmender Graupapagei, der auf den Namen Helga hört. „Geplant war nur die Katze, aber was soll ich tun, wenn die ehemaligen Besitzer ihren Papagei nicht mehr wollen?“ Nein, Michael Köhler ist kein Basta-Mann, der mit der Hand auf den Tisch haut.

Bei aller Ausgeglichenheit: Einschränkungen gibt es. So lässt er sich ungern stören, wenn es um seinen HSV geht. Und schon gar keine Störung duldet er, wenn er sich in seiner raren Freizeit mit seiner Familie befasst. „Es zählt nicht nur die Zeit, sondern die Intensität, mit der man sich mit seinen Kindern beschäftigt.“

Deshalb war es für ihn keine Frage, abermals anzutreten. Auch Angelina und Lorena finden es gut, dass Papa Michael wieder Bürgermeister werden will. „Da hat er so ein tolles Büro“, sagt Lorena. Und: „Sport, kann er auch abends machen.“

Von Rainer Schmitt

Quelle: HNA

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