Burggemeinde investierte viel Arbeit und Geld

Plattform des Aussichtsturms auf dem Homberger Burgberg wieder wie neu

+
Herrlicher Ausblick: Von der obersten Plattform der Hohenburg können Besucher jetzt wieder den Blick auf Homberg genießen.

Homberg. Wasser, Schnee, Hitze und Frost haben der obersten Plattform des Aussichtsturms auf dem Schlossberg in den vergangenen Jahren ordentlich zugesetzt. So sehr, dass die Auswirkungen bereits mehr als sichtbar waren:.

Wasser drang ins Innere des Gebäudes und richtete bereits erste Schäden an. „Es wurde höchste Zeit zu handeln", sagt Alfred Uloth, Vorsitzender der Burgberggemeinde. Gesagt, getan.

Zwei Wochen dauerten die Arbeiten. Jetzt ist die Plattform wieder begehbar und bietet allen Besuchern einen herrlichen Blick auf Homberg und die Umgebung. „Es war einiges zu tun“, sagt Uloth und berichtet davon, dass zunächst der 30 Zentimeter hohe und alte Estrich entfernt werden musste. Eine Arbeit, die von Mitgliedern der Burgberggemeinde unter Leitung von Günter Mostert übernommen wurde.

180 Arbeitsstunden gingen für das Freilegen der Betonplatte drauf. Anschließend reparierten Fachfirmen alle Fugen, brachten einen Spezial-Estrich auf und dichteten mit einem Kunststoffbelag die Plattform ab. „Dieser Belag soll 100 Jahre halten, hat uns die Fachfirma gesagt“, so Uloth. Das Wasser könne jetzt wieder abfließen und richte keinen Schaden mehr an.

Nicht nur kräftig zugepackt, sondern auch tief in die Tasche gegriffen hat die Burgberggemeinde: rund 24 000 Euro wurden ausgegeben. Finanziert wird das aus Rücklagen der Burgberggemeinde und der Hohenburg-Stiftung. Die Stadt Homberg übernimmt einen Teil der Kosten aus dem Programm für den Erhalt der denkmalgeschützten historischen Bauwerke und zudem gab es großzügige Spender der Heimat-Stiftung und der VR-Bank Schwalm-Eder.

Genießen die Aussicht: Alfred Uloth, Heinz Hause, Anja Kukuck-Peppler und Ingo Päschke (VR-Bank), sowie Bürgermeister Dr. Nico Ritz (von links).

Ein großes Lob für die Burgberggemeinde gab es von Hombergs neuem Bürgermeister Dr. Nico Ritz: „Es ist großartig, was wie Burgberggemeinde hier macht.“ Die Hohenburg nehme die Top-Position bei den Homberger Sehenswürdigkeiten ein. „Nicht auszudenken, wo wir ohne Burgberggemeinde stehen würden“, sagte Ritz. Zugleich sei es ein Beispiel für das große ehrenamtliche Engagement, dass es in der Kreisstadt gebe.

„Die Spitze der Burg ist jetzt in einem tollen Zustand. Aber das ist nur die Spitze der Burg“, so Ritz mit Blick auf die größeren und kleineren Probleme rund um die Burg.

„Wir müssen uns schleunigst um die Gaststätte kümmern. Es gibt Interessenten“, so Ritz. Noch habe er aber mit keinem gesprochen, fügt er am dritten Tag seiner Amtszeit an. Mit der Eröffnung der Gastronomie in diesem Jahr rechnet Ritz nicht mehr. „Mit einem gastronomischen Start im Winter tun wir keinem Gastronomen einen Gefallen. Dann lieber ein vernünftiger Start im nächsten Jahr.“

Außerdem liege noch keine Baugenehmigung vor, doch darauf hoffe die Bauverwaltung kurzfristig. Dann könne man schleunigst mit den eigentlichen Arbeiten beginnen. Zuletzt hatte Ex-Bürgermeister Martin Wagner von der Eröffnung der Gastronomie im Spätsommer gesprochen. Doch das sei nicht realistisch, so Ritz. Außerdem müsse sich um die Wanderwege zur Burg gekümmert werden. „Mit deren Zustand können wir so nicht zufrieden sein.“

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

Kommentare