Spielgemeinschaft Wettesingen/Breuna/Oberlistingen: Fußballer feierten 50-jähriges Bestehen und dankten Ehrenamtlichen

Aus Rivalität wuchs enge Freundschaft

Männer der ersten Stunde: Sie trugen als erste Seniorenspieler das Trikot der Spielgemeinschaft: (Obere Reihe von links) Klaus Zyweck, Hermann Rappe, Werner Baake, Wilhelm Wiegand, Heinrich Rappe, Gustav Wiegand, Wilfried Flörke, Erich Frenzel, Gerhard Flörke, (unten, von links), Heinz-Walter Kanne, Wilhelm Bertelmann, Leopold Geppert, Heinrich Flörke und Hermann Wiegand. Fotos:  zih

Breuna. Ein Jubiläumsfest im Goldglanz wurde am Wochenende in Breuna gefeiert, denn die aus den Vereinen VfL Wettesingen, TSV Breuna und TSV Oberlistingen bestehende Fußball-Spielgemeinschaft (SG) Wettesingen/Breuna/Oberlistingen feierte ihr 50-jähriges Bestehen.

Die 1963 von den bis heute eigenständigen Vereinen VfL Wettesingen und TSV Breuna aus der Taufe gehobene Spielgemeinschaft war die erste ihrer Art im damaligen Fußballkreis Wolfhagen und zählte damals auch im Hessischen Fußball-Verband zu den Pionieren.

Die aus personeller Not heraus gebildete Partnerschaft – die Wettesinger hatten 22 Spieler, in Breuna löste sich mit nur noch zwei verbliebenen Akteuren 1962 die Seniorenmannschaft auf – stand eigentlich unter keinem guten Vorzeichen. Denn das sportliche Verhältnis zwischen den beiden Nachbardörfern war von großer Rivalität geprägt.

Keilerei nach dem Spiel

Trafen die VfL- und TSV-Kicker im Punktekampf aufeinander, so ist es in den Chroniken nachzulesen, gab es nach dem Schlusspfiff in den meisten Fällen eine Schlägerei zwischen den Spielern aus beiden Lagern, wobei auch gern die Zuschauer mitmischten.

28 Trainer verschlissen

Dies ist seit 50 Jahren passé. Aus der einstigen Rivalität wuchs eine sehr intensiv gelebte Freundschaft. Und: Vor drei Jahren schlossen sich die Listinger als dritter Partner an.

Die SG-Vita mit allen Höhen und Tiefen ließ Raimund Baake beim Jubiläumsfrühstück im Festzelt auf dem Breunaer Sportplatz Revue passieren und nannte auch einige Zahlen, etwa, dass man in den zurückliegenden Spielzeiten 28 Trainer verschliss.

Wenn auch die Spieler auf dem grünen Rasen überwiegend im Fokus der Öffentlichkeit stehen, so können sie sich nur sportlich profilieren, weil sich Helfer im Hintergrund ehrenamtlich engagieren. Stellvertretend nannte Raimund Baake in seiner SG-Bilanz Hans-Walter Kanne, Norma Tillack, Ottmar Israel und Schiedsrichter-Urgestein Leopold „Poldi“ Geppert, die die Spielgemeinschaft prägten.

Otmar Israel, seit über 30 Jahren Jugendleiter, Seniorenbetreuer, Platzwart und der Mann für alle Fälle, wurde beim Festkommers von Kreisfußballwart Willi Röhn (Balhorn), gleichzeitig auch stellvertretender Vorsitzender des Sportkreises Region Kassel, für seine Verdienste mit der Sportkreis-Ehrennadel in Bronze ausgezeichnet. (zih)

Quelle: HNA

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