Landrat besteht auf Einhaltung von Verträgen

RKH-Busse fahren bis 2016 im Schwalm-Eder-Kreis

Schwalm-Eder. Die Bahn-Tochter Regionalverkehr Kurhessen (RKH), die bis 2016 aufgegeben werden soll, ist auch im Landkreis ein wichtiger Partner im ÖPNV. Etwa 70 Prozent der Linien, die die Nahverkehr Schwalm-Eder GmbH (NSE) im Angebot habe, seien an die RKH oder deren Subunternehmen vergeben.

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Das sagte Landrat Frank-Martin Neupärtl gegenüber der HNA. Die Entwicklung bei der Bahn-Tochter sei sehr bedauerlich, aber absehbar gewesen. Einige Verträge mit der RKH, bei denen es eine Verlängerungsoption gab, seien erst kürzlich zu den bisherigen Konditionen bis 2016 fortgeschrieben worden. Der Landkreis wollte laut Neupärtl höhere Kosten umgehen, die bei einer Neuausschreibungen offenbar zu erwarten gewesen wären. Bei Ausschreibungen des Nordhessischen Verkehrsverbundes sei es kürzlich zu Preissteigerungen von 30 Prozent gekommen.

Bei Neuvergaben biete die Regionalverkehr Kurhessen schon seit einer Zeit nicht mehr mit. Er hoffe, dass künftig heimische Unternehmen wieder stärker zum Zuge kommen, sagte der Landrat. Allerdings müsse europaweit ausgeschrieben werden.

Es sei nicht auszuschließen, dass die Bahn versuchen werde, mit ihrer zweiten hessischen Tochter, der Busverkehr Hessen (BVH), bisherige RKH-Linien zu übernehmen. Für die BVH gilt ein anderer Tarifvertrag unter anderem mit niedrigeren Löhnen.

Bis 2016 sei die RKH noch Vertragspartner, „und wir bestehen auf die Einhaltung der Verträge“, sagte Neupärtl. Sonst würde man Schadenersatz geltend machen. (hro)

Quelle: HNA

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