Zehn Stunden Musik am Stück

Geismarer Festival: Rock mit viel Kunstblut

Geismar. Das war schon gewöhnungsbedürftig: Die Band „Ost+Front“ trat im skurilen Outfit und mit Kunstblut beschmiert beim Geismarer Festival „Rock am Stück“ auf.

Mit ihrer Musik wollten die Bandmitglieder provozieren, mit den Texten polarisieren, dennoch sehen sie sich aber als total unpolitisch. In Geismar waren die geschminkten Musiker auch als Fotoobjekt beliebt, besonders bei den weiblichen Besuchern.

800 Besucher waren nach Schätzung der Veranstalter zum Festival gekommen. Pünktlich zum Geismarer Rock-Ereignist hatte der Regen eine Pause eingelegt. So gab es zehn Stunden lang Musik pur, und das ohne Regen.

Die 70-köpfige Organisationsmannschaft hatte am Freitagmorgen nach dem Sturm der Nacht Zelte, Zäune und Absperrungen neu aufbauen müssen. Doch dann lief alles reibungslos, sodass Wolfram Steil vom Veranstalter am Ende ein positives Resümee zog: Ein feierwütiges Publikum, Sicherheitsdienst und Rotes Kreuz, die nicht eingreifen mussten, und Bands, die den Erwartungen der Festivalmacher voll entsprachen, so sah Steils Bilanz aus.

Zudem habe die Zusammenarbeit mit den Behörden sehr gut geklappt, und die vielen freiwilligen Helfer hätten ihren Teil zum Gelingen beigetragen. Neben Ost+Front traten Bands, vor allem aus der Region, auf. Skylimit aus Kassel mit Frontfrau Melanie Freitag sowie Leadsänger und Gitarrist Christoph Koch eröffneten das Open-Air im Fritzlarer Stadtteil.

Eine eigene Hymne

Aus Korbach kam die Band Triple B, die eigene Stücke u.a. „Menschen in der Stadt“ und „Geht noch“ gekonnt präsentierte. Auch gecoverte Titel: wie „Love Like a Man“ von „Ten years after“ begeisterten die Zuschauer.

Die „Hard Riot Band“ präsentierten die für Rock am Stück eigens komponierte Hymne aus dem Jahr 2012. Die Göttinger Band Stahlmann glänzte mit einer hervorragenden Performance und heißen Texten; die Gruppe animnierte das Publikum auch gekonnt zum Mitmachen. Spätestens beim Song „Hass’ mich – lieb’ mich“ hatten sie die Rockfans in Geismar auf ihrer Seite.

Explosiver Höhepunkt von „Rock am Stück“ war das Feuerwerk, das nach Mitternacht abgebrannt wurde. Und auch an den Nachhauseweg hatten die Festival-Macher gedacht. Ein Shuttle-Service sorgte dafür, dass die Besucher vom Veranstaltungsort sicher nach Hause kamen.

Von Peter Büchling

Quelle: HNA

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