Rocken mit Killerpilzen beim Burgbergfestival

Kommen nach Homberg: Emil Bulls treten beim 33. Burgbergfestival auf dem Stellberg auf. Fotos: Archiv

Homberg. Es ist jedes Jahr ein organisatorischer Kraftakt, erst durch die Unterstützung zahlreicher ehrenamtlicher Helfer, wird das Burgbergfestival möglich. In diesem Jahr werden Dutzende jugendlicher Helfer hinter den Kulissen aktiv sein.

Schon bei den Vorbereitungen für das Festival kommen Jugendliche und Junggebliebene zusammen. Sie planen das Ereignis, bauen in einer harten Arbeitswoche die Veranstaltungs-Infrastruktur auf- und anschließend in Windeseile auch wieder ab und sie erleben, was Teamarbeit so wichtig macht.

Darüber freut sich besonders Mario Wetzel, der Vorsitzende des Homberger Stadtjugendrings: „Wir haben hier ein großartiges Team von Menschen, die das Festival organisieren, zu denen immer wieder neue, junge Leute stoßen, die den Geist des Festivals am leben halten und neue Impulse geben.“ Das Burgbergfestival sei somit auch ein wichtiger Bestandteil der Jugendarbeit.

Vor allem, weil sich immer wieder neue Jugendliche engagieren, sei das Festival jung geblieben. Und das zeige sich spätestens bei der Musikauswahl. Das Programm für das Festival-Wochenende steht. Los geht es am Freitag, 28. Juni, mit der Irischen Nacht. „Rings of Kerry“ eröffnen mit abwechslungsreichem und kraftvollem Irish Folk die irische Nacht. Anschließend stehen „The Porters“ auf der Bühne und heizen mit ihrem Sound ein, der mal an verrauchte Pubs, mal an kernige Punk-rockschuppen erinnert.

Mit den Killerpilzen ist es gelungen, eine Band auf die Festival-Bühne zu holen, deren erstes offizielles Album 2006 auf Platz sieben der deutschen Charts landete. Johannes (Jo) Halbig, Mitglied der Killerpilze, ist auch als Schauspieler tätig. In den Filmen „Die Vorstadtkrokodile“ spielte er mit und war auch schon im Tatort zu sehen.

Nun sind die Killerpilze wieder da und starten mit altem Namen – und einem frischen Album namens „Grell“, ihrer Abschiedsformel an die Jugend, erneut durch. Sie singen vom Loslösen und vom Nachvorneschauen. Also ein Motto, das auch bestens ins neue Zeitalter des Burgbergfestivals passt. Denn genau das ist es, was die Festivalmacher gerade erleben: sie lassen das Bisherige los, schauen nach vorne, geben Neuem eine Chance, um auch das Alte weiterleben zu lassen. Erstmals findet das Festival nicht auf dem Burgberg, sondern am Stellberg statt. Hauptgrund dafür ist der logistische Aufwand.

Ebenfalls mit neuem Album rocken „Emil Bulls“ die Bühne. Elektronische Spielereien, Trompeten, Bombast-Chöre, Gitarren-Solos und vieles mehr haben sie zu bieten.

Traditionell steht das BBF für Förderung des Musikernachwuchses und so beginnt der Festival-Samstag, 29. Juni, mit Regio- und Newcomer-Bands. Da sind zum einen die drei Kasseler Bands Brain Surgeons o.c.m., William und Nirgendwo.

Ebenfalls aus der Region, nämlich aus Marburg, kommen Lechuga – das bedeutet Kopfsalat. In die Musik der Band mischen sich ziemlich viele Elemente, die von Ska und Reggae, Rock, Punk, Latin, Balkansounds und Weltmusik reichen.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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