Auktion am 15. April

Für mindestens 3000 Euro: Bahnwärterhäuschen wird versteigert

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Mit Zügen vor der Haustür: Das ehemalige Bahnwärterhäuschen in Röhrenfurth steht am 15. April zur Auktion. Das Mindestgebot für die 45 Quadratmeter Nutzfläche liegt bei 3000 Euro

Röhrenfurth. Wohnen, wo einst der Bahnwärter seinen Arbeitsplatz hatte: Das wäre in Röhrenfurth möglich. Dort steht das ehemalige Bahnwärterhäuschen zur Versteigerung. Das Mindestgebot liegt bei 3000 Euro.

Das Haus kommt am Montag, 15. April, unter den Hammer. Unter der Nr. 150 wird es bei der Versteigerung des Auktionshauses Karhausen in Berlin-Tegel angeboten. Auch die Röhrenfurther haben Interesse an dem Grundstück. An Stelle des Bahnwärterhäuschens würde sich ein Parkplatz für Pendler anbieten, sagt Ortsvorsteher Michael Wagner. Der Melsunger Magistrat wird sich nach Angaben von Bauamtsleiter Martin Dohmann in seiner nächsten Sitzung mit dem Thema beschäftigen.

Schon vor einigen Jahren hatte es Gespräche mit der Deutschen Bahn als Eigentümer des 296 Quadratmeter großen Grundstücks gegeben. Sie hatte der Stadt das Haus für 25.000 Euro angeboten. Das sei zu teuer gewesen. "Die Idee das Haus zu kaufen, verfolgen wir immer noch", sagt Dohmann.

An Stelle des Bahnwärterhäuschens würde sich ein Parkplatz für Pendler anbieten, sagt Ortsvorsteher Michael Wagner. Der Melsunger Magistrat wird sich nach Angaben von Bauamtsleiter Martin Dohmann in seiner nächsten Sitzung mit dem Thema beschäftigen.

Geplant war, das Gebäude abzureißen. Daraus wurde nichts. Denn: Das Haus ist denkmalgeschützt. Der Klinkeraltbau mit Natursteinsockel liegt direkt an dem Bahnsteig Richtung Bebra. Das Haus beheimatete viele Jahre die Röhrenfurther Jugend. Seit 2001 steht es leer. "Aus Brandschutzgründen durfte das Haus nicht mehr als Jugendclub genutzt werden", sagt Wagner. Unter anderem seien die Fenster für eine Rettung im Brandfall zu klein.

Wann das Bahnwärterhäuschen gebaut wurde, ist unklar. Verteilt auf zwei Geschosse hat das unterkellerte Haus eine Nutzfläche von 45 Quadratmetern. Ausgestattet ist es mit Treppe, Türen und Fenstern aus Holz, PVC-, Stein- und Fließenboden sowie einer veralteten Sanitär- und Elektroanlage.

"Das Gebäude ist in einem extrem schlechten Zustand", sagt Wagner. In dem Katalog des Auktionshauses heißt es: Das ehemalige Bahnwärterhäuschen sei insgesamt sanierungs- und modernisierungsbedürftig.

Auf dem Grundstück befindet sich auch ein Nebengebäude, das zuletzt als Lager diente. Müllablagerungen, Schimmelbefall und Feuchtigkeitsschäden seien vorhanden.

Weitere Informationen: www.karhausen.de

Quelle: HNA

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