TSV Röhrenfurth feierte 110-jähriges Bestehen mit Spiel ohne Grenzen

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Sackhüpfen zu Dritt: Das Team der Röhrenfurther Kirmesburschen, hier von links Wolfgang „Wolle“ und Tochter Laura Dippel mit Tody, legte sich richtig ins Zeug, wie beim Sackhüpfen zu Dritt in Big-Bags zu sehen war. Die Kirmesburschen holten am Ende 28 Punkte und sicherten sich den 1. Platz bei dem Gaudi-Wettbewerb.

Röhrenfurth. Zum 110-jährigen Bestehen hatte der TSV Röhrenfurth am Samstag zu einem Spiel ohne Grenzen auf den Sportplatz eingeladen. Mit vier Teams gingen zwar weniger als die Hälfte der gemeldeten Teilnehmer an den Start. Das aber tat der Stimmung, ebenso wenig wie überraschende Regenschauer, keinen Abbruch.

Vielmehr hatten die Spieler einen Riesenspaß, sich in Gaudi-Wettkämpfen zu messen.

„Denen hat’s Spaß gemacht“, so lautete das Resümee des Röhrenfurther Fußball-Platzsprechers Reiner Lohne. Vielleicht hatten die anderen sechs gemeldeten Teams einfach „Angst, weil ihr so stark seid“, ulkte er. Im Vorfeld hatte sich ein Komitee des Vereins die Spiele ausgedacht. Dazu gab es ein üppiges Kuchenbüfett, Kaffee, kalte Getränke und Bratwürstchen.

Nach der Zwangspause wegen eines kräftigen Regenschauers lockte die Sonne Zuschauer und Mitspieler wieder vom Vereinshaus-Freisitz und dem Festzelt auf den Sportplatz. Die siebenköpfigen Teams, in denen eine Person über 50, eine andere unter 14 Jahre alt sein musste, maßen sich in Wettkämpfen, die viel Koordination, Feingefühl, Kräfte und Lachmuskeln erforderten. Beim Sackhüpfen zu Dritt, Gummistiefel-Weitschießen, einem Bierkistenlauf, Wassertragen, Klopapierrollen-Turmbau, Medizinbälle treiben, Flaschen abschießen und einem Einsatz an der Kletterwand des Landessportbundes sammelten die Teilnehmer Punkte. Jörg Schneider, stellvertretender Jugendleiter beim TSV, leitete die Spiele.

Am Ende siegten die Kirmesburschen. Wolfgang Dippel, der Vater des Kirmesmädchens Laura, nahm den Part des über 50-jährigen ein. Tom Gerblich (9) war der Jüngste. Natürlich waren sie sicher, zu gewinnen, „logisch, sonst wären wir nicht angetreten“, hieß es aus den Reihen der selbstbewussten Kirmesburschen.

Unter dem Namen „Nikki und die starken Hofmänner“ hatten sich die Brüder Harold und Edwin mit Bettina, Jojo, Catharina und Simon nebst Freund Niklas formiert.

Bildergalerie vom Spiel ohne Grenzen

TSV Röhrenfurth feiert 110-jähriges Bestehen

Mit 23,25 Meter schoss Matthias Lohr aus dem Team Watzmann den Gummistiefel am Weitesten. Die Watzmänner, das waren Katja und Thomas Riedemann mit ihren Kindern Niklas und Lina, Britta und Matthias Lohr, alle Röhrenfurther Nachbarn, sowie der Baunataler Klaus Scherb.

Frank und Nicole Otto mit den Kindern Peter und Vanessa, die vor kurzem nach Röhrenfurth gezogen sind, traten mit ihren Freunden Danny Schuler (Waldeck), Michaela Henkel (Felsberg) und Sven Brümmer (Melsungen) als Gurkentruppe 2.0 an. Beim Kaffeetrinken sei die Idee entstanden, beim Spiel ohne Grenzen mitzumachen, erzählte Nicole Otto, die dafür sogar ein Logo kreiert hatte.

Die Platzierungen: Mit 28 Punkten sicherten sich die Kirmesburschen Röhrenfurth den 1. Platz beim Spiel ohne Grenzen. Der 2. Platz ging an das Team „Nikki und die starken Hofmänner“ (23 Punkte), dicht gefolgt vom Team Watzmann (22 Punkte). Die „Gurkentruppe 2.0“ - ein Team aus neu zugezogenen Röhrenfurthern und Freunden - belegte den 4. Platz.

Von Alexandra Lache-Elsen

Quelle: HNA

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