Arbeitsgemeinschaft

Römische Kaiserzeit: Kilometer lange archäologische Pfade eröffnet

Felsberg. Unsere Geschichte selbst erfahren und erleben, das ermöglichen die archäologischen Pfade der Arbeitsgemeinschaft für Vor- und Frühgeschichte Gensungen:

Vor etwa einem Jahr wurde der erste der vier Pfade fertiggestellt, nun folgte die Eröffnung des zweiten und dritten Rundweges. Sie präsentieren sichtbare und verborgene Schätze.

Ehrenamtliche der Arbeitsgemeinschaft haben Informationstafeln platziert, die sowohl die Fundorte markieren als auch einen Einblick in die Zeit geben, aus der die Gegenstände stammen. "Die Wege haben wir nach drei Kriterien ausgewählt, nicht nur das Interesse an den Funden stand im Vordergrund, wir haben natürlich auch nach attraktiven Wegen gesucht und wollten verschiedene Zeitepochen präsentieren", sagt Kurt Sänger, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft.

Beginn und Ende der beiden etwa acht Kilometer langen Wege ist das Museum in Gensungen. Neu ist, dass diesmal nicht nur Ausgrabungsstätten, sondern auch geschichtlich interessante Gebäude wie die Wehrkirche in Gensungen und die Altenburg einbezogen wurden.

Der Pfad "Eiszeitjäger" führt durch die Schwalm- und Ederaue in den Ortskern von Rhünda. Von dort aus führt der Weg zur Hopfenberghütte und zur Siedlung St. Alban. Der Pfad gibt einen Einblick in die römische Kaiserzeit, das Früh- und Hochmittelalter und verschiedene Gegenstände der Bandkeramik.

Der dritte Pfad "Eiszeitliche Höhensiedlung" führt die Besucher durch das Sunderbachtal, am Speckenbach vorbei zum Rhündaer Berg, auf dem die Überreste einer eisenzeitlichen Höhensiedlung besichtigt werden können. Im Mittelpunkt stehen Funde der Wartberg-, der Hallstatt- und der Urnenfeldkultur.

"In der heutigen schnelllebigen Zeit ist es wichtig, sich auf seinen Ursprung zu besinnen, das bietet sich bei diesen Wegen hervorragend an", sagt Volker Komiske, Vorsitzender der Sparkasse Melsungen und Hauptsponsor der Pfade. Und auch Bürgermeister Volker Steinmetz freut sich: "Die Rundwege kurbeln nicht nur den Tourismus in unserem wunderschönen Ort an, sie haben auch die Zusammenarbeit in Felsberg gefördert." So entstanden etwa die Informationstafeln in der Jugendwerkstatt Felsberg. (zns)

Quelle: HNA

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