Schuhhersteller organisiert sich neu: Morgan Stanley und Geschäftsführer alleinige Gesellschafter

Rohde: US-Bank stockt ihre Anteile auf

Viele Menschen verloren ihre Arbeit: Seit der Insolvenz im Jahre 2007 macht der Schuhhersteller Rohde immer wieder von sich reden. Foto: Grede

Ziegenhain. Der Schwalmstädter Schuhhersteller Rohde wird seine Gesellschaftsstruktur neu organisieren. Die Gesellschaft wird künftig nur noch von zwei Säulen getragen:

Der bisherige Mehrheitsgesellschafter Morgan Stanley übernimmt gemeinsam mit Rohde-Geschäftsführer Oliver Kraxner die Anteile zweier bisheriger Gesellschafter. Das geht aus der Berichterstattung des Wirtschaftsinformationsdienstes Markt Intern hervor.

Dort wird die Bündelung der Anteile als deutliches Signal gesehen. Die Ziele der Investoren, verlorenes Kundenvertrauen zurück zu gewinnen und Akzente bei der Sortimentspolitik zu setzen, habe die Rohde-Geschäftsführung bislang nicht umsetzen können. Fachhändler mit Rohde im Sortiment würden sich regelmäßig wegen Qualitätsmängeln und Lieferschwierigkeiten beschweren. Aus Sicht des Wirtschaftsverlags liegen die Kernprobleme von Rohde unter anderem bei massiven Lieferrückständen, die sich nun in der vierten Saison wiederholen, sowie sinkenden Umsätzen wegen einer „schwachen Kollektionspolitik“.

Bis zum Insolvenztrag 2007 beschäftigte die Rohde-Gruppe 1700 Mitarbeiter, davon 500 in Schwalmstadt. 2008 verloren 200 Mitarbeiter, 2013 weitere 100 ihren Arbeitsplatz in Schwalmstadt. Seit der Schließung der Produktion am hessischen Standort beschäftigt Rohde dort noch circa 150 Menschen in den Bereichen Verwaltung, Modellabteilung, Produktentwicklung und Logistik. Der Wirtschaftsverlag schätzt den Jahresumsatz des Unternehmens auf knapp 40 Millionen Euro. (syg)

Quelle: HNA

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