Familiengeführtes Haus in Hesserode darf sich nun Romantik-Hotel nennen

Wie auf Rosen gebettet

Prüfung bestanden: Hannelore Mayer-Stahl, Eigentümerin des Rosenhofs in Hesserode freut sich, dass ihr Haus nun anerkanntes Romantik-Hotel ist. Ab Herbst ist der Rosenhof im speziellen Reiseführer und im Internet zu finden. Das nächste gibt es in Bad Hersfeld. Foto:  Müller-Neumann

Hesserode. Das Hotel Rosenhof ist mit neun Zimmern ein kleines Hotel und liegt fernab jeglichen Trubels im Felsberger Stadtteil Hesserode. Doch es erfüllt alle Kriterien, die ein Romantik-Hotel ausmachen.

Vor zwei Wochen erhielt Eigentümerin Hannelore Mayer-Stahl die Mitteilung, dass ihr Haus die Prüfung der Organisation bestanden hat.

450 Jahre alt ist das Fachwerkhaus gleich neben dem Gastronomie-Betrieb. Den gibt es seit neun, das Hotel seit drei Jahren. Damit werden gleich mehrere Grundvoraussetzungen erfüllt:

• ein historisch gewachsenes Haus, das geschichtlich und kulturell mit der Region verbunden ist, und das die Besonderheit seiner Umgebung widerspiegelt,

• und die persönliche Leitung durch den Inhaber sowie eine individuelle und herzliche Atmosphäre.

Eine wichtige Rolle spielt die Küche. Die muss mehr als Schnitzel und Pommes bieten. Da Küchenchefin Hannelore Mayer-Stahl sich als Gourmet-Köchin bezeichnet und seit 24 Jahren einen Gourmet-Service betreibt, fällt die Speisekarte aus dem üblichen Rahmen. An ihre Küche und den Speiseplan hat sie hohe Ansprüche. Damit ist ein weiter Punkt fürs Romantik-Hotel erfüllt.

Auch die Voraussetzung „stilvolle Atmosphäre und gepflegtes Ambiente“ erfüllt der Rosenhof.

Im Bereich Wellness kann das kleine Hotel zwar nicht punkten, wohl aber in der Kategorie Hochzeiten. Standesamtliche Trauungen finden im Gastronomie-Bereich des Rosenhofs in einem der Räume statt. Die kirchliche Trauung kann bei schönem Wetter im Garten vollzogen werden. Das Kirchenamt habe dazu seine Zustimmung gegeben, erklärt Hannelore Mayer-Stahl.

Die Idee, sich zu bewerben, entstand eher zufällig. Als Mitglied im Rotary-Club verbrachten sie und ihr Mann Manfred Mayer einige Tage in Frankreich. Auf der Rückfahrt übernachteten sie im Schwarzwald - in einem Romantik-Hotel.

„Ich habe mich dann telefonisch erkundigt, weil wir zwar in der Woche sehr gut, aber an Wochenenden weniger ausgebucht sind“, sagt die Hotel-Eigentümerin. Bei der Frage nach dem Wellness-Bereich musste sie zwar passen, verwies aber auf die schöne Natur ringsum und die vielen Ausflugsmöglichkeiten.

Inkognito

Nach der ersten Besichtigung rief eine Frau an, sie wollte mit zwei Personen anreisen - an einem Tag, an dem sich ohnehin schon 60 Personen angemeldet hatten. Wer da kommen würde, war unklar. Der pure Zufall war es, dass Manfred Mayer den Prüfer kannte. Doch Zeit, sich um diesen besonders zu kümmern, war ohnehin nicht. Bei der Verabschiedung habe er gesagt: „Prüfung bestanden.“

Quelle: HNA

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