Malsfeld: Rossmann startet mit Bau des Verteilzentrums in Ostheim

Gewerbegebiet Ostheim: Der Bau des Rossmann Verteilzentrums hat begonnen. Bis zum Jahresende sollen die Erdarbeiten beendet sein. Foto: Thiery

Ostheim. Die Drogeriekette Rossmann hat mit dem Bau des Verteillagers im Gewerbegebiet in Ostheim begonnen. Vergangene Woche starteten die Erdarbeiten.

Das teilte Stephan-Thomas Klose von Rossmann mit.

Die Fläche wird planiert und für das Fundament vorbereitet. Die Erdarbeiten sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Dann gehe es mit dem eigentlichen Bau im Frühjahr 2017 weiter.

Der Untergrund müsse zunächst begradigt werden, daher werde ein Teil der Erde zunächst abgetragen. Das Lager soll auf 27.000 Quadratmetern entstehen, sagte Alexander Yauchew von der Firma Logistikzentrum Malsfeld, der für den Bau verantwortlich ist. 50 Verladestationen seien geplant. Bis Weihnachten wolle man arbeiten, ab Februar gehe es dann mit den Arbeiten weiter.

Das Richtfest sei für April kommenden Jahres geplant. Ende 2017 soll die Halle dann stehen und in Betrieb gehen. Ab Oktober 2017 sollen von Malsfeld aus rund 250 Verkaufsstellen in Südniedersachsen, Nordhessen, Westfalen und Thüringen beliefert werden.

Die Rossmann-Logistik errichtet in Malsfeld das siebte regionale Verteilzentrum, sagte Klose. Für das neue Lager ist eine Fläche von rund 25.600 Quadratmetern vorgesehen. Durch seine zentrale Lage zwischen den Standorten in Burgwedel, Köln, Rodgau und Landsberg entlaste es die anderen Verteilzentren. Das Investitionsvolumen beträgt fünf Millionen Euro. An dem neuen Logistikstandort schaffe Rossmann bis zu 160 neue Arbeitsplätze.

Diese seien nach Aussage von Klaus Stiegel, dem Geschäftsführer des Zweckverbandes Mittleres Fuldatal, breit gefächert und reichten über reine Logistarbeitsplätze hinaus. Für Stiegel ist die Zusage von Rossmann ein großer Gewinn für das Ostheimer Gewerbegebiet.

Der Zuschlag sei lange Zeit nicht klar gewesen. „Es fiel uns nicht in den Schoß.“ Die Verhandlungen hätten zwei Jahre gedauert. Rossmann habe sich auch für Gewerbeflächen in Kassel und Göttingen interessiert.

Vorteil des Ostheimer Gebietes sei es gewesen, dass die Wünsche von Rossmann in den Bebauungsplan eingearbeitet werden konnten, so Stiegel.

Ausgleichsflächen 

Für die Neubau des Lagers werden in der Fuldaaue bei Binsförth Ausgleichsflächen gebildet.

Mit der Zusage von Rossmann geht für Klaus Stiegel, Geschäftsführer des Zweckverbandes Mittleres Fuldatal, fast schon ein Traum in Erfüllung. „41 Hektar von insgesamt 83 Hektar sind vermarktet“, sagt er. Das hätte man nicht gedacht, als das Gebiet Ende der 1990er-Jahre geschaffen wurde.

40 Millionen Euro wurden von den Mitgliedsgemeinden investiert. Die Investition habe sich mit der Ansiedlung von Rossmann nun rentiert, sagte Stiegel. Mit dem Verkauf der Grundstücke seien die Darlehen getilgt und der Zweckverband schuldenfrei. Die Umlagen der Kommunen würden sich durch die Einnahmen aus der Grundsteuer, Gewerbesteuer und Spielapparatesteuer aufheben. Langfristig könnten vielleicht sogar Gewinne erzielt werden. Im kommenden Jahr werde auch die Firma Geodis ihr Firmengelände erweitern. Dann wären 45 Hektar vergeben.

„Unser Ziel waren zu Beginn 500 Arbeitsplätze, mit Rossmann werden wir 800 dort haben.“ Das sei alles innerhalb von 15 Jahren passiert.

Einen richtigen Ruck habe es bei den Ansiedlungen gemacht, als 2005 der Autobahnzubringer zu B. Braun und Edeka gebaut wurde. Ein Vorteil des Gebietes sei der direkte Anschluss an die Autobahn 7, und dass keine Ortsdurchfahrt durch den Lkw-Verkehr belastet würde.

Am Gewerbegebiet beteiligt sind Melsungen, Felsberg, Spangenberg, Malsfeld und Morschen.

Quelle: HNA

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