Rote Eimer für mehr Helfer: Feuerwehren suchen dringend Nachwuchs

Mit roten Eimern im Einsatz: Klaus Pioro (von links), Bürgermeister Volker Steinmetz und Markus Semmler. Foto: Wenderoth

Felsberg. Mehr aktive Feuerwehrleute für die Einsatzabteilung gewinnen: Das ist das Ziel der Felsberger Feuerwehr.

Die Mitglieder vom Arbeitskreis Mitgliedergewinnung um den Vorsitzenden Klaus Pioro (Heßlar) und Stadtbrandinspektor Markus Semmler (Böddiger) haben die Aktion geplant.

Zur Unterstützung der Aktion werden seit gestern, fast 5000 rote Löscheimer im gesamten Stadtgebiet Felsberg verteilt. In den Eimern liegt ein Flyer, der auf die Situation der Feuerwehren hinweist. Es wird geschildert, was passiert, wenn aus Personalmangel keine Einsatzkräfte zum Notfallort kommen können: Man ruft wie bisher über die Notrufnummer 112 die Feuerwehr an.

Dann soll man zehn Minuten warten. Wenn nach dieser Zeitspanne noch immer keine Feuerwehr vor Ort ist, soll man beginnen, die Löscheimer mit Wasser zu befüllen. Wenn das Feuer zu groß wird, die Nachbarn informieren und eine Eimerkette bilden - so haben unserer Vorfahren vor hundert Jahren gelöscht. Feuerwehrleute klingeln an den Haustüren der Bewohner und schenken ihnen einen der roten Behälter mit der Aufschrift „Löscheimer“, in dem der Flyer mit dem Aufruf zur Teilnahme und weiteren Informationen liegt. Sie werden die Einwohner gezielt auf die Personalprobleme der Feuerwehren ansprechen.

Künftig länger warten

Sollte die Bereitschaft der Bevölkerung zum aktiven Brandschutz-Engagement weiter zurückgehen, so kann es durchaus sein, dass man zukünftig sehr lange warten muss, bis die Feuerwehr in ausreichender Einsatzstärke vor Ort ist. Denn ein Löscheimer reicht nicht, und die Schäden maximieren sich mit jeder Minute.

Auch Bürgermeister Volker Steinmetz unterstützt die Aktion und ruft die Mitbewohner auf, sich aktiv zu beteiligen. Oft kann der gefährliche Brandherd aber nur von einem erfahrenen Einsatzteam der Feuerwehr gelöscht werden. Steinmetz betont: „Schon seit vielen Jahren fehlen uns dringend notwendige Einsatzkräfte.“ Einsatzabteilungen mussten sich zusammenschließen, um weiterhin eine zuverlässige 24-Stunden Bereitschaft zu gewährleisten.

Für jede Person von sechs bis 60 Jahren gibt es in den Feuerwehren die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen. Wer aus Gesundheits- oder Altersgründen nicht für die aktive Tätigkeit in Frage kommt, kann Mitglied im Förderverein Freiwillige Feuerwehr seines Heimatstadtteils werden, um so die Arbeit zu unterstützen.

Löscheimer-Aktionen

In allen Felsberger Stadtteilen bieten die Feuerwehren vom 2. bis 5. Oktober weitere Löscheimer-Aktionen an, bei denen man sich über die vielfältigen Möglichkeiten der Mitarbeit in den Feuerwehren informieren kann. Feuerwehrleute stehen bereit, um einen Einblick in die Arbeit der Feuerwehren mit ihren unterschiedlichen Gruppierungen zu geben.

Hintergrund: Aktionstage bei den Feuerwehren

Die Felsberger Feuerwehr bietet in den Ortsteilen der Drei-Burgen-Stadt vom 2. bis 5. Oktober Aktionen rund um die Löscheimer an. Bei den Terminen informieren die Feuerwehrleute unter anderem über ihre Arbeit. Treffpunkt sind die jeweiligen Feuerwehrhäuser in den Stadtteilen.

• Beuern: Mittwoch, 5. Oktober, 18 Uhr

• Brunslar: Montag, 3. Oktober, 11 Uhr

• Böddiger: Sonntag, 2. Oktober, 14 Uhr

• Felsberg: Donnerstag, 6. Oktober, 18 Uhr

• Hesserode/Helmshausen: Mittwoch, 5. Oktober, 18 Uhr

• Heßlar: Sonntag, 2. Oktober, 15 Uhr

• Hilgershausen: Mittwoch, 5. Oktober, 18 Uhr,

• Lohre: Sonntag, 2. Oktober, 14 Uhr

• Melgershausen: Montag, 3. Oktober, 15 Uhr

• Niedervorschütz: Donnerstag, 6. Oktober, 16 Uhr

• Wolfershausen: Sonntag, 2. Oktober, 13 Uhr

• Rhünda: Mittwoch, 5. Oktober, 18 Uhr

Quelle: HNA

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