Rotkäppchen als Superstar: Premiere im Schwälmer Dorfmuseum

Sie gaben alles für den Sieg: In stolzen Schwälmer Trachten präsentierten sich die Teilnehmerinnen des Castings von „Rotkäppchen Superstar“ am Freitagabend im Holzburger Museum. Foto: Heist

Holzburg. Ein Casting der besonderen Art bot sich am Wochenende den Besuchern des Schwälmer Dorfmuseums in Holzburg. Gesucht wurde „Rotkäppchen Superstar“.

110 Gäste kamen am Freitagabend zur Premiere des gleichnamigen Theaterstückes aus der Feder von Heidrun Merk und Berndt Schulz aus Frankfurt.

Zwischen Gemälden und Vitrinen mit Schwälmer Puppen ließen sich die Gäste auf ihren Plätzen im Saal der Museumsanlage nieder. Ein Mittelgang mit grüner Rampe diente als Laufsteg für sieben Schwälmer Rotkäppchen.

Beim Schaulaufen zu den Klängen von „Stayin’ Alive“, beim Tanzen und bei einem Quiz rund um das Märchen Rotkäppchen und die Schwälmer Tracht kämpften die Mädchen um die Rolle des Superstars in einer zeitgemäßen Theateradaption nach der Vorlage der Gebrüder Grimm.

Angekündigte Fördergelder aus Brüssel für die touristische Entwicklung der Region sorgten unter den Akteuren auf der Bühne für Wirbel. Eine zündende Idee müsse her, überlegten Wolfgang Wolf, Geschäftsführer vom Büro Rotkäppchenland, und seine Assistentin Rotraud Kappe. Die Auswilderung von Wölfen in den Wäldern zwischen Holzburg und Fischbach sei gescheitert; das stetige Verteilen von Rotkäppchensekt zur Gewohnheit verkommen. So riefen sie im Internet via Facebook zum Casting auf. 7777 Mädchen meldeten sich. Sieben von ihnen kamen in die engere Wahl und traten unter den strengen Augen von Jurymitglied Dieter zum heiteren Wettkampf an.

Das Publikum zeigte sich angetan von der pfiffigen Komödie. Die sympathische Kathi machte das Rennen, doch ihre besorgte Mutter erhob Einspruch, weil sie ihre Tochter nicht den Wölfen überlassen wollte. So musste Kathi den Sieg Rotkäppchen Helen überlassen. Kathi selbst blieb die Siegerin der Herzen.

Musikalisch unterhalten wurden die Gäste von Johannes Schnell aus Schrecksbach. Auf seiner Ziehharmonika spielte er bekannte Lieder wie „Tief im Hessenland“ und versetzte die Museumsbesucher in frohe Stimmung. (zhk)

Quelle: HNA

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