Stadt Felsberg will Möglichkeiten prüfen

Rückkauf von Eon-Aktien denkbar

FElsberg. Die Stadt Felsberg denkt darüber nach, Aktien des Energieversorgers Eon Mitte zu kaufen. Bürgermeister Volker Steinmetz verspricht sich davon eine größere Einflussnahme der Stadt auf die Energieversorgung.

Darüber diskutierten die Stadtverordneten am Donnerstagabend. Eine Mehrheit im Parlament – bei sechs Gegenstimmen und zwei Enthaltungen – war dafür, den Aktienkauf zumindest zu prüfen.

Kritik äußerte Werner Rippel (FDP): „Wir halten überhaupt nichts davon, dass eine Kommune mit Aktien spekuliert – weil sie es einfach nicht kann.“ Rippel nannte die Beispiele Hagen und Göttingen, die große Verluste mit Aktienkäufen gemacht hatten. Zudem habe die Stadt das Geld für den Aktienkauf nicht und müsse dafür ein Darlehen aufnehmen.

Michael Schüte (CDU) entgegnete, wenn die Kommune die Aktien nicht kaufe, werde es jemand anders tun – und dann müsse man mit den Plänen des neuen Eigners leben.

Gert Meyer (SPD) sagte, es gehe hier um ein Stück Daseinsvorsorge. Insofern könne es sinnvoll sein, wenn die Stadt sich beteilige. Karl Meyfahrt (DFB) merkte an, dass sich Felsberg als einzige Kommune im Kreisteil Melsungen nicht an der Netzgesellschaft Enerkom beteiligt hatte. Insgesamt neun Städte und Gemeinden im Schwalm-Eder-Kreis hatten in diesem Jahr beschlossen, ihre Netze von Eon Mitte zurückzukaufen. In Felsberg sei dies an den Gegenstimmen der SPD gescheitert, sagte Meyfarth. (jul)

Quelle: HNA

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