Finanzen:  Kommunalaufsicht kritisiert Gemeinde Willingshausen

Willingshausen. Die Kommunalaufsicht des Schwalm-Eder-Kreises hat die Haushaltssatzung der Gemeinde Willingshausen genehmigt. Das Zahlenwerk war in der jüngsten Sitzung des Parlaments wieder Thema.

Anfang März hatte der Etat das Parlament zwar bereits passiert, aber die SPD-Fraktion hatte die Abstimmung mit der Begründung von Darstellungsfehlern im Zahlenwerk verweigert. Die Kommunalaufsicht hat nun die Haushaltssatzung zwar genehmigt, aber in der Begründung zahlreiche Rügen ausgesprochen.

Dazu nahm Bürgermeister Vesper Stellung und legte den Parlamentariern den Brief aus der Kreisverwaltung vor. Darin werden der Gemeinde „besorgniserregende Zukunftsperspektiven“ bescheinigt, und ein sofortiges, energisches und nachhaltiges Gegensteuern sei unvermeidbar. „Die finanzielle Leistungsfähigkeit ist als gefährdet anzusehen“, heißt es weiter.

Deshalb veranlasste die Kommunalaufsicht, den Gesamtbetrag der geplanten Kreditaufnahmen um 235 000 Euro zu verringern. Das betrifft die Pauschalveranschlagung von Spielgeräten für die Großgemeinde und die Rückstellung des Besucherleitsystems. „Es ist bedauerlich“, sagte Bürgermeister Vesper während der Parlamentssitzung, „dass wir nun kein Geld mehr für die Spielplatzkonzeption haben.“ Die Gemeinde habe dort in den vergangenen Jahren nicht investiert.

Er beklagte die kritisierte desolate Haushaltststruktur und die besorgniserregenden Zukunftsperspektiven.

Mit Kritik auseinandersetzen

Bürgermeister Vesper: „Es gibt kaum Gemeinden im Schwalm-Eder-Kreis, die keinen Verlust in ihrer Haushaltssatzung vorweisen.“ Und er kam zu dem Schluss: „Wir befinden uns bei der Bewertung in einem Superlativ, und wir werden uns damit auseinandersetzen.“ Einzig Erwin Hochfeld von der SPD-Fraktion nahm Stellung zu dem Thema. Den Fraktionen, die dem Zahlenwerk zugestimmt hätten, müsse es bei der Kritik doch in den Ohren geklingelt haben.

Gleichwohl sagte er: „Wir müssen sehen, dass wir den Haushalt in formal richtige Bahnen lenken.“ Den Schuldenstand von 17,5 Millionen Euro kommentierte er mit den Worten: „Wo soll das noch hinführen? Wir müssen arbeiten, damit wir von dem Schuldenstand runterkommen.“ Hochfeld wünschte sich für die Zukunft mehr Offenheit und gegenseitiges Vertrauen.(ciß)

Quelle: HNA

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