inmitten einer tollen Landschaft

Am Wassertretbecken Niederelsungen finden Besucher Entspannung

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Stille, Vögel und eine wunderschöne Aussicht: Hans-Hilmer von der Malsburg an seinem Lieblingsplatz, dem Wassertretbecken in Niederelsungen.

Niederelsungen. Stille. Nur Vögel, die zwitschern, ansonsten vollkommene Ruhe. Die findet man am Wassertretbecken Niederelsungen. „Ich bin dort sehr gerne, da die Aussicht unvergleichbar ist“, sagt Hans-Hilmer von der Malsburg.

„Hier kann man die Jahresabläufe der Landwirtschaft an den sich verändernden Feldern verfolgen“, erzählt von der Malsburg. Sitzt man auf der Bank vor dem Tretbecken blickt man auf freie Felder, die am angrenzenden Wald enden. In Blickrichtung fließt ein Bachlauf, am Rand wachsen wilde Blumen und Gräser. „Im Rücken steht der Knechtenberg mit dem zauberhaften Wald, in dem man wunderbar laufen kann“, sagt von der Malsburg. Der Pfad durch den Wald werde ehrenamtlich gepflegt. Auf dem Knechtenberg steht auch die Waldbühne, auf der im kommenden Jahr Romeo und Julia aufgeführt wird.

„Der Platz hier vor dem Wassertretbecken befindet sich in Südlage, das heißt, dass man sich im ganzen Jahr die Sonne auf den Bauch brennen lassen kann“, sagt der Niederelsunger. In heißen Sommern sei es unter den Bäumen aber schattig-kühl und man könne sich auch im Wasserbecken abkühlen. Die Arme können Wanderer im höheren hölzernen Becken waschen, ein Kneipp-Gang ist im Fußbecken möglich.

Entstanden ist das Wassertretbecken in den 60er Jahren für den damals staatlich anerkannten Erholungsort Niederelsungen, mittlerweile wird es ehrenamtlich gepflegt. „Ein junger Mann aus dem Ort kümmert sich darum“, sagt von der Malsburg. Toll sei für ihn, das dieser Platz ein Treffpunkt für Jung und Alt aus dem Ort sei. „Jugendliche sind hier ungestört und können grillen“, erzählt er. Und bislang sei auch alles immer ordentlich hinterlassen worden.

Aber auch für Wanderer und Spaziergänger ist das Wassertretbecken Ziel oder Ausgangspunkt für einen Marsch durch das malerische Dasetal oder das Erpetal zur Rödeser Burg. Auf dem Rundwanderweg könne man zwei bis drei Stunden gemütlich laufen.

„Zu einer Kulturlandschaft auf dem Land gehört aber auch, dass hier ein moderner Schweinestall zu sehen ist und demnächst auch neue Windräder“, sagt von der Malsburg. Ihn persönlich störe das nicht, denn das ökologische Bewusstsein dahinter habe schließlich eine eigene Ästhetik. Der Platz hier sei ein Ort für Einigkeit und Solidarität der Niederelsunger: Von der Malsburg: „Hier ist in Ruhe alles beieinander.“

Von Nicole Flöper

Quelle: HNA

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