Eigentümer verspricht Zuschuss bei Abriss des Fachwerkhauses

Ruine zu verschenken: Gudensberger will Haus abgeben

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Alt und bislang unter Denkmalschutz: Der frühere Renthof in der Gudensberger Altstadt, der bei einem Großbrand im Oktober 2015 erheblich geschädigt wurde. Eigentümer Norbert Schmidt sucht nach Lösungen, das Grundstück frei zu bekommen.

Gudensberg. Alt und bislang unter Denkmalschutz: Norbert Schmidt möchte den früheren Renthof in der Gudensberger Altstadt abgeben.

Das Gebäude wurde bei einem Großbrand im Oktober 2015 erheblich geschädigt.

„Fachwerkhaus, 10 m x 18 m lang, hohe Räume, mit großem Saal, Baujahr 1643, zum Selbstabbauen (Translozieren) nur komplett zu verschenken": Mit dieser Kleinanzeige in der HNA versucht Norbert Schmidt aus Gudensberg Interessenten zu finden, die die Überbleibsel des historischen Gebäudes mitten in der Altstadt noch nutzen wollen.

Das große Haus, dessen rechter, älterer Teil und der gesamte Dachstuhl durch einen Großbrand am 19. Oktober 2015 völlig zerstört worden waren, habe er mit viel Aufwand teilweise restauriert, berichtet Schmidt. Sollte es jemand abbauen, würde er noch einen Zuschuss zahlen, verspricht er. Untergebracht waren in dem Gebäude viele ausländische Arbeitskräfte der Gudensberger Geflügelschlachterei, die an günstigem Wohnraum interessiert sind. Jetzt sind vermutlich nur noch die alten Balken verwendbar. „Vielleicht ist es ja was für den Hessenpark in Neu Anspach“, sagt Schmidt. Dort habe man doch schon so alte Fachwerkhäuser wieder errichtet.

Ob sich seine Hoffnungen erfüllen? Er ist selber skeptisch. Doch das Grundstück verkaufen will er auf keinen Fall. „Ich reiße die Ruine dann ab und baue dort ein neues Haus“, hat er sich vielmehr vorgenommen. Ein Kasseler Planungsbüro habe er bereits mit den Plänen für einen Neubau eines Mehrfamilienhauses beauftragt, inklusive Tiefgarage von der Hornungsgasse aus.

Die Denkmalpflege habe nichts gegen einen Abriss des kaputten Hauses einzuwenden, sagt Schmidt, er habe die Bestätigung vom zuständigen Denkmalpfleger Dr. Peer Zietz.

Schmidt, der in der Gudensberg Altstadt noch einige andere ältere Fachwerkhäuser besitzt und vermietet hat, arbeitet nach eigenen Angaben seit 25 Jahren in der Fachwerksanierung. In der Fußgängerzone betreibt er einen Blumenladen.

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Quelle: HNA

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