Bürgermeister Markus Boucsein und Dekan Norbert Mecke hielten erstmals seit ihrer Amtseinführung Reden 

Fachwerk war Thema beim Melsunger Neujahrsempfang

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Beim Melsunger Neujahrsempfang: von links der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker, Dekan Norbert Mecke, Bürgermeister Markus Boucsein, der Präsident des Landesamts für Denkmalpflege Prof. Dr. Gerd Weiß und Stadtverordnetenvorsteher Albin R. Schicker.

Melsungen. 400 Gäste zur Geburtstagsfeier - das hat man nicht alle Tage. Die Melsunger Stadtverordnete Gisela Witzel konnte ihren 79. Geburtstag am Montag auf besondere Weise feiern, nämlich beim Melsunger Neujahrsempfang in der Stadthalle.

Nicht nur für Gisela Witzel war es ein besonderer Abend, auch für Bürgermeister Markus Boucsein und Dekan Norbert Mecke: Beide hielten erstmals eine Rede beim Neujahrsempfang der Stadt. Eigentlich wäre in diesem Jahr die katholische Kirche an der Reihe gewesen, beim Neujahrsempfang zu sprechen - doch weil Dekan Mecke erst im Mai sein Amt angetreten hatte, habe man ihm den Vortritt gelassen, erklärte Boucsein.

Als Gastredner war der Präsident des Landesamts für Denkmalpflege, Prof. Dr. Gerd Weiß, eingeladen. Er stellte Beispiele aus ganz Hessen vor, wie alte Fachwerkhäuser erhalten und neu genutzt werden können.

Einer seiner Vorschläge könnte auch in Melsungen umgesetzt werden, sagte Bürgermeister Boucsein auf HNA-Nachfrage: Es sei denkbar, eine kostenlose Beratung zu sanierungsbedürftigen Häusern anzubieten, um zu zeigen, was man aus dem Gebäude machen könne. "Das kann die Stadt leisten", sagte Boucsein. Melsungen beteilige sich aber schon jetzt an vielen Förderprogrammen, um Anreize für den Erhalt alter Gebäude zu schaffen.

Dass die Altstadt ein wichtiges Aushängeschild für Melsungen ist, darauf wies Boucsein auch in seiner Rede hin. Er zitierte Besucher des Weihnachtsmarktes, die aus Richtung Kassel gekommen waren: "Der Markt in der Kulisse der alten Fachwerkhäuser ist faszinierend. Viele wussten gar nicht, wie schön Melsungen ist."

Neujahresempfang in Melsungen

Nach den Reden von Markus Boucsein, Norbert Mecke, Gerd Weiß und Stadtverordnetenvorsteher Albin R. Schicker sowie musikalischen Beiträgen der Musikschule Schwalm-Eder Nord begann der lockere Teil des Abends: Bei Sekt, Saft und Häppchen standen die Besucher noch bis etwa 23 Uhr zusammen und plauderten. "Das ist eine gute Gelegenheit, mit den Melsungern ins Gespräch zu kommen", sagte Boucsein gegenüber der HNA. "Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass die Resonanz so groß war."

Von Judith Féaux de Lacroix

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Quelle: HNA

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