Kinder und Jugendliche profitieren

Runder Tisch in Fritzlar zieht positive Zwischenbilanz

Fritzlar. Ob kostenlose Sportkurse für Kinder aus der Flugplatzsiedlung, Programme für gesunde Ernährung in den Kindergärten oder neue Angebote für Kinder im Mach-mit-Treff im Nordfeld: In den vergangenen drei Jahren hat der Runde Tisch in Fritzlar vieles debattiert und auf den Weg gebracht.

Davon profitieren vor allem die jüngeren Generationen. Wenn sich Vertreter aus Schulen und der Sozialarbeit, der Kirchen und der Kommunalpolitik mit interessierten Fritzlarern zum 7. Runden Tisch am kommenden Mittwoch, 18. April, um 20 Uhr im Martin-Luther-Haus treffen, dann geht es auch um dessen Zukunft. Denn der Initiator der gemeinsamen Aktion, Pfarrer Dr. Ulrich Bock, wird zum letzten Mal dazu eingeladen haben. Er geht in den Ruhestand und wird diese Aufgabe abgeben.

"Wir haben wirklich viel erreicht seit dem ersten Treffen im September 2009", sagt Dr. Bock. Man habe es sich damals zur Aufgabe gemacht, die Kinder- und Jugendarbeit in Fritzlar zu diskutieren und Ideen zu entwickeln, was man verbessern und anstoßen könne.

Seitdem seien die Sportkurse von Harry Apelt zu einem echten Erfolg geworden. Jede Woche holt der Sportpädagoge Kinder mit einem Kleinbus ab, bringt sie in seine Sportschule und arbeitet mit ihnen. "In der Flugplatzsiedlung, in der dortigen Kita dort gab es Probleme mit auffälligen Kindern, aber das ist Vergangenheit", konstatiert Bock. Dieser Bereich sei befriedet worden.

Vieles auf den Weg gebracht

Durch die Gespräche am Runden Tisch habe man den Mit-mach-Treff ins Leben rufen können. Dort gibt es inzwischen eine Kindergruppe, die sich regelmäßig trifft. Einmal im Monat macht ein Bibliotheksteam dort Station, in den Ferien werde Religionsunterricht für islamische Kinder angeboten.

Wichtig seien auch die Ernährungsprogramme in den Kindergärten: Die Spenden, die dafür eingegangen sind, sollen festgelegt werden, schlägt Dr. Bock vor. Damit seien solche Programme auf Dauer finanzierbar.

Auch für den Bestand der Hortplätze in Fritzlar habe es am Runden Tisch den Durchbruch gegeben: Im Gespräch habe die Stadt sich bereiterklärt, das Defizit zu übernehmen.

Mit seinem Abschied als Pfarrer dürfe diese Institution ihre Arbeit nicht beenden, fordert Dr. Bock. Er geht davon aus, dass sich ein Team bilden wird, das künftig zum Plenum des Runden Tisches einladen wird. "Regelmäßige Treffen wie diese sind wichtig", sagt er. Man müsse mit den politisch Verantwortlichen sprechen, nicht über sie. (ula)

Quelle: HNA

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