Tschernobylkinder traten auf

400 Senioren feierten beim Wolfhager Viehmarkt

Wolfhagen. Markus Kuhaupt von der Stadtverwaltung Wolfhagen hatte es kommen sehen. 250 Frauen und Männer aus Kernstadt und allen Stadtteilen, die das 75. Lebensjahr überschritten hatten, beziehungsweise schon Goldene Hochzeit feiern konnten, hatten sich für den Senioren-Viehmarkt im Festzelt angemeldet.

Doch Kuhaupt ließ für 400 Besucher eindecken und sollte Recht behalten. Keiner der Plätze blieb unbesetzt.

In heiterer Atmosphäre feierten die Senioren am Freitagnachmittag bei Kaffee und Kuchen sowie kühlen Getränken ihr Viehmarktstreffen. Während das Wolfhager Heimatfest in diesem Jahr zum 175. Mal stattfand, stand auch für den Senioren-Viehmarkt ein Jubiläum an. Nämlich die inzwischen 25. Auflage. Im Mittelpunkt der fröhlichen Runde stand natürlich das Gespräch, das Schnuddelchen sowie die Wiedersehensfreude unter Freunden und Bekannten aus der gemeinsamen Kinder-, Schul- und Jugendzeit.

Buntes Programm

Fehlen durfte aber auch nicht ein buntes Unterhaltungsprogramm, durch das Reinhard Michl von der Wolfhager Marktkommission mit lustigen Geschichten, Anekdoten und Episoden führte.

Wie schon in den vergangenen Jahren war Markus Fuchs (Trendelburg) mit seiner Blaskapelle Böhmischer Traum auch diesmal Garant für den musikalischen Rhythmus. Er animierte sogar einige Besucher dazu, ein Tänzchen zu wagen.

Männerchor begeisterte

Begeistert gefeiert wurde ebenfalls der erstmals in Wolfhagen auftretende Männerchor des TSV Elbenberg unter melodischer Leitung von Bernhard Knieling. Einhelliger Wunsch der Besucher an die Marktkommission: Die blauweißen Sänger aus dem Elbetal wollen wir im nächsten Jahr wieder hören. Was Vorsitzender Hans Schlosser auch versprach. Ein stimmlicher Kontrast dazu die von den Mädchen und Jungen aus der weißrussischen Region Gomel gesungenen Lieder in ihrer Heimatsprache. Die Kinder verbringen derzeit durch die Initiative der Burghasunger Tschernobylhilfe eine dreiwöchige Erholungsfreizeit in nordhessischen Gastfamilien. Krönender Abschluss ihrer Darbietung war ein Stepptanz der zehnjährigen Vasilina Mamotschkina.

Ganz andere Klänge entlockte die im Betreuten Wohnen in der Wolfhager Karlstraße lebende 89-jährige Anni Hassler einem fast unbekannten Instrument. Die rüstige Senioren spielte mehrere Lieder auf dem Psalter, einem mittelalterlichen Streichinstrument.

Liebevoll betreut

Liebevoll betreut wurden die Seniorinnen und Senioren während der Veranstaltung von den Wolfhager Landfrauen, dem Deutschen Roten Kreuz Ehringen, Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie den beiden örtlichen Alten- und Pflegeheimen am Teichberg und in der Karlstraße. Die Kasseler Sparkasse sowie die Raiffeisenbank spendeten den Kuchen. (zih)

Quelle: HNA

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