Traktor-Fahrer aus Südhessen genießen ihren Streifzug durch das Wolfhager Land

Auf die rustikale Tour

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Neun Männer auf großer Tour: Die Interessengemeinschaft Historische Landmaschinen Wetterau / Main-Kinzig fährt auf ihrem Weg nach Hann. Münden durch das Wolfhager Land. 

Wolfhager Land. Sie verdrehen Männern und Frauen den Kopf. Sie sind es gewohnt, dass man ihnen nachschaut. Sie genießen die Aufmerksamkeit. Diese zehn Männer sind nicht zu übersehen, auch nicht zu überhören.

„Ach, es ist erträglich“, sagt Rüdiger Witzel mit einem Lachen, als im Hintergrund die Traktoren tuckern. Mit seinen Vereinskollegen fuhr er gestern auf Oldtimer-Traktoren durchs Wolfhager Land. Das Ziel der Interessensgemeinschaft Historische Landmaschinen Wetterau/Main-Kinzig: eine Traktoren-Ausstellung in Hann. Münden.

Zwischen Bründersen und Wolfhagen legen sie eine Brotzeit ein. „Bei uns geht es rustikal zu“, sagt der Vorsitzende und beißt ins Brot. Dazu gibt es Deftiges, natürlich selbstgemacht: Leberwurst, Salami, Blutwurst und Presskopf. Der Metzger im Konvoi, Gerhard Dürr, weiß schließlich, wie es geht. Es ist der zweite Tag der Tour. 240 Kilometer und eine Nacht am Edersee liegen hinter den Männern. Die Campingwagen haben sie dabei. „Bislang hatten wir kein technisches Problem“, sagt Witzel. Für ihn ein Beweis, wie robust der Unimog und der Lanz Bulldog sind.

Der älteste Traktor machte seine ersten Meter im Jahr 1936. Der jüngste Traktor ist der Güldner von 1969. Die Traktor-Fans machen sich bereit zur Weiterfahrt. Mit 25 Stundenkilometer fahren sie durchs Land. „So können wir die Landschaft genießen“, sagen sie. Und schöne Landschaft gebe es in Nordhessen genug. Wer die Traktoren sehen will, hat am Montagvormittag noch Gelegenheit dazu. Dann fahren sie durch Dörnberg, Ehlen, Oelshausen, Istha und Bründersen zurück. „Die Leute sollen ruhig grüßen“, sagt Witzel: „Wir winken auch zurück“.

Quelle: HNA

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