Am Sonntag wird es ernst

Sachsenhäuser Jugendfeuerwehr tritt im Landesentscheid in Freigericht an

Voller Stolz und Freude: Die Sachsenhäuser Jugendwehr kämpfte mit vollem Einsatz im Großkreisentscheid und tritt nun auf Landesebene an.

Gilserberg. „Wir können stolz auf die Leistung unserer Sachsenhäuser Feuerwehrjugend sein“, sagt Jugendwart Gerd Wurmbäck. Die 16-köpfige Truppe im Alter zwischen zehn und 18 Jahren hat es geschafft, sich bis in den Landesentscheid vorzukämpfen.

Der ist am kommenden Sonntag, 18. August, in Freigericht (Main-Kinzig-Kreis). Die Feuerwehr Sachsenhausen ist eine von 67 teilnehmenden Jugendwehren aus ganz Hessen.

Für eine solche Leistung musste natürlich ordentlich geübt werden, ein Zuckerschlecken war das nicht, so Gerd Wurmbäck.

Zwei Übungen

Die Gruppe trifft sich zwei Mal pro Woche zum Üben. „Für den Entscheid werden ein A- und einen B-Teil geprobt“, berichtete Schriftführer Dirk Viehmeier. Beim A-Teil simulieren die Jugendlichen einen Löschangriff. Dabei werden Schläuche verlegt, Grundlagenbegriffe geklärt, ein Hindernisparcours durchlaufen und verschiedene Knoten gelegt.

Der B-Teil ist ein 400 Meter langer Staffellauf. Doch nicht nur auf Schnelligkeit, sondern auch Geschicklichkeit kommt es an: Schläuche werden aufgewickelt, auf Laufbrettern balanciert und Helm und Handschuhe angezogen. „Die Gruppe, die die Übung am korrektesten in der kürzesten Zeit durchführt, gewinnt“, erläuterte der Jugendwart.

Neben den Entscheiden übt die Feuerwehr auch für die drei Jugendfeuerwehr-Abzeichen. Außerdem gibt es noch den Gemeindepokal zu gewinnen. „Der Hochlandpokal gehört uns dieses Jahr zum dritten Mal“, sagte Gerd Wurmbäck nicht ohne Stolz.

Zusammenhalt

Aber in der Jugendfeuerwehr geht es nicht nur um Leistung, das ist den Feuerwehrmännern wichtig. Ausflüge ins Kino, ins Schwimmbad und in den Freizeitpark werden gemeinsam unternommen. Der Zusammenhalt zählt, „jeder ist bei uns willkommen“.

Denn Sachsenhausen zählt lediglich 410 Seelen, da ist der Anteil an Feuerwehrnachwuchs überdurchschnittlich groß, sagen Wurmbäck und Viehmeier, „und alle sind mit Begeisterung und Ehrgeiz bei der Sache“. Auch die Eltern der jungen Brandschützer helfen mit, zum Beispiel, indem sie Fahrdienste zu den Wettkämpfen anbieten. Und das alles hat in Sachsenhausen bereits eine achtbare Tradition: Dieses Jahr feiern die Sachsenhäuser den 35. Geburtstag ihrer Jugendfeuerwehr.

Von Carla Gisinger

Quelle: HNA

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