Sanfte Musik zum Träumen

Begeistert: Mit lange anhaltendem Applaus endete das Konzert zum Abschluss des Ziegenhainer Weihnachtsmarktes. Fotos: Decker

Abschlusskonzert zum Ziegenhainer Weihnachtsmarkt mit Querflöte und Harfe

Ziegenhain. Zarte Harfenklänge mischten sich mit den warmen, weichen Tönen der Querflöte beim Abschlusskonzert des Weihnachtsmarkts am späten Sonntagnachmittag zu einer besinnlichen Atmosphäre in der Schlosskirche. Barbara Eckmüller, Harfe, und Andra Roxana Talmaciu, Querflöte, boten keine klassischen Weihnachtslieder, sondern ein anspruchsvolles Programm mit Werken von Gioachino Rossini, Marcel Tournier, Claude Debussy und weiteren Komponisten aus der Zeit des Barock bis hin zur Moderne.

Auf Einladung der Konvekta-C. H.-Schmitt-Stiftung und der Evangelischen Kirchengemeinde Ziegenhain spielten die beiden Nachwuchskünstlerinnen Musik zum Träumen und Entspannen. „Wir laden Sie ein, den Stress der Vorweihnachtszeit zu vergessen“, hatte Barbara Eckmüller zu Beginn des Konzerts versprochen. Das perfekte Zusammenspiel der Musikerinnen und die unaufgeregte Präsentation schufen die Voraussetzungen, das Versprechen einzuhalten.

Die Querflöte gab im Stück „En Duo“ von Serge Lancen die Melodie vor, die von der Harfe wie ein Echo aufgenommen wurde. Beim Werk „Deux Préludes Romantiques, op 17“, eigentlich von Marcel Tournier für Harfe und Violine geschrieben, übernahm Talmaciu mit ihrer Flöte den Part der Violine. Der Wechsel zwischen hohen und tiefen Tönen sorgte für eine romantische Stimmung.

Spätestens bei „Pièce en Forme de Habanera“ von Maurice Ravel gelang es auch dem letzten der 120 Besucher, alles um sich herum zu vergessen und ganz in die Musik einzutauchen. Viele Zuhörer saßen mit geschlossenen Augen auf den Kirchenbänken, nicht nur, um der Musik intensiv zu lauschen, sondern auch, weil der sehr hell erleuchtete Kirchenraum der meditativen Stimmung des Konzertes nicht gerecht wurde. Etwas weniger Licht wäre schön gewesen. Auch den Applaus nach jedem Vortragsstück empfanden einige Zuhörer als störend, doch andererseits war das Bedürfnis groß, den Musikerinnen für ihre jeweilige Darbietung zu danken.

Sicilienne als Zugabe

Nach einem lang anhaltenden Schlussapplaus entschieden sich Talmaciu und Eckmüller spontan für eine Zugabe. Mit dem bekanntesten Stück von Maria Theresia von Paradis, der „Sicilienne“, verabschiedeten sich die Harfenistin und die Flötistin von ihrem Publikum.

Quelle: HNA

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