Förderverein sammelt Geld

Sanierung der Merzhäuser Kirche beginnt im September

Merzhausen. In der Kirche Merzhausen bröckelt der Putz, Risse zieren die Decke, die Fenster sind marode. Und es riecht muffig: Feuchtigkeit hat dem Gotteshaus in den vergangenen Jahrzehnten stark zugesetzt.

Seit 2008 bemühen sich Kirchengemeinde und Pfarrer Markus Wagner-Breidenbach um die längst überfällige Sanierung. Jetzt hat die Landeskirche den ersten Bauabschnitt bewilligt.

Los gehen soll es laut Plänen schon im September. Damit sich die Gemeindeglieder endlich in ihrer Kirche wieder wohl fühlen können, hat sich ein Förderkreis gegründet, aus dem 2010 ein Verein hervor ging. 59 Menschen gehören ihm an. Doch weit mehr engagieren sich für den Erhalt der Kirche.

Im vergangenen Jahr konnte beim historischen Erntedankfest zugunsten der Sanierung nahezu das komplette Dorf aktiviert werden. „40.000 Euro wollen wir auf jeden Fall sammeln“, sagt Vorsitzender Michael Baumann. Der erste Bauabschnitt ist mit 199 000 Euro veranschlagt.

Zunächst stehen Arbeiten im Glockenturm, an Balken und Dachbalken an. Fast ebenso viel wird der zweite Bauabschnitt kosten, der sich mit der Innensanierung beschäftigt. Und hierfür ist auch das Geld der Merzhäuser gedacht. Noch bis 18. November kann Bares gesammelt werden. Dann endet die Frist für die Einlage in den Kirchenerhaltungsfonds. Seit diesem Jahr steht die Sanierung auf der Projektliste. „Jeder Euro, den wir bis 18. November sammeln, wird dann verdoppelt“, erläutert Schriftführer Heinrich Keller.

Bänke aus den 70er-Jahren

Zuletzt renoviert wurde das Gotteshaus in den 1970er-Jahren. Aus dieser Zeit stammen auch die Bänke. Für die aktuelle Sanierung gibt es viele Ideen und Wünsche: So denke man über die Unterbringung eines Gemeinderaumes in der Kirche nach, sagt Wagner-Breidenbach. Der Altarraum soll wieder mehr Licht bekommen. Es sei geplant, dass ursprünglich vorhandene Fenster hinter der Kanzel durch zu brechen. Pläne gebe es auch für eine teilweise Bestuhlung des Kirchenschiffes und einen neuen Fußboden. Ein barrierefreier Zugang steht ebenfalls auf der Wunschliste.

Der erste Bauabschnitt soll laut Planungen bereits im Dezember abgeschlossen sein. Die Gottesdienste können weiter in der Kirche statt finden. Eingeschränkt ist nur das Läuten.

Im zweiten Bauabschnitt steht die Beseitigung der Feuchtigkeitsschäden im Innenraum auf dem Plan. Auch eine Belüftungsanlage und eine neue Heizung würden gebraucht, erklärt Baumann. Markus Wagner-Breidenbach freut sich über so viel Engagement: „Ort und Kirche gehen hier noch zusammen.“ Und bald, so hofft der Pfarrer, ist das Gotteshaus auch wieder ein präsentabler Mittelpunkt Merzhausens.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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