Bald Gäste im Fachwerk

Sanierung des Robert-Weinstein-Hauses soll noch in diesem Jahr beginnen

Bauarbeiten beginnen im November: Christopher Willing, der Vorsitzende des Vereins zur Rettung der Synagoge, vor dem Robert-Weinstein-Haus in Felsberg. Foto: Thiery

Felsberg. Im November soll es endlich losgehen. Dann wird das Robert-Weinstein-Haus in Felsbergs Obergasse saniert. Das Haus soll komplett entkernt und neu aufgebaut werden. Die Bauzeit wird zweieinhalb Jahre betragen.

Der Startschuss wird sehnlichst erwartet. Der Verein zur Rettung der Synagoge will dort in Gedenken an den jüdischen Kaufmann, der am 9. November 1938 dem Pogrom zum Opfer fiel, ein Kulturzentrum schaffen. Eine Künstlerresidenz, ein Veranstaltungsraum sowie ein Jugendgästehaus sollen dort entstehen.

Teil der Synagoge

Die Sanierung des Hauses ist vor der Wiederherstellung der Synagoge Teil des Gesamtkonzeptes des Vereins, sagte deren Vorsitzender Christopher Willing. Zunächst wird das Haus entkernt, die Decke im ersten Obergeschoss wird heraus genommen, sagte der Architekt, Ulrich Hernmarck aus Fuldatal. Dafür muss zunächst die Statik gesichert werden. Eine Stahlbetonbodenplatte wird eingezogen. Balken müssen saniert werden.

Im Untergeschoss wird der über zwei Geschosse gehende Veranstaltungsraum mit nach oben offenen Balken entstehen. Dort können Lesungen, Veranstaltungen und Workshops gehalten werden. Der residierende Künstler kann dort arbeiten. Daher gibt es dann auf dieser Ebene auch Toiletten sowie eine kleine Teeküche.

Im Obergeschoss soll die kleine Wohnung für die Künstler gebaut werden und es sollen Mehrbettzimmer für Jugendliche entstehen, die während der Workshops dort übernachten können. Die Grundfläche des Hauses beträgt 90 Quadratmeter. Zuletzt werde die Fassade erneuert, sagte Hernmarck. Auch er rechnet mit einer Bauzeit von zwei bis drei Jahren.

Der nicht sichtbare seitliche und hintere Teil soll gedämmt und mit Holzschindeln versehen werden, im vorderen Bereich wird das Fachwerk erhalten, die Gefache neu verputzt. Das werde eine völlig neue Optik geben, sagte der Architekt.

Veranstaltungsraum

Das Haus sei wichtig für das Konzept zur Wiederherstellung der Synagoge, sagte Willing.

Wenn die Synagoge in ihren ursprünglichen Zustand zurück versetzt wird, sollen dort übergangsweise die Veranstaltungen stattfinden, so Willing.

Anschließend wird es eine Kombination von Veranstaltungen dort geben.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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